Anderswo (2014)

Anderswo Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Anderswo: Tragikomödie um eine aus Israel stammende, in Berlin lebende Frau und ihre Suche nach Heimat und Identität zwischen den Kulturen.

Beim spontanen Heimatbesuch bei ihren Angehörigen in Israel kommt Noa vom Regen in die Traufe. Dem nebelgrauen Berlin hatte sie den Rücken gekehrt, als man ihr nach Jahren des Studiums die Mittel strich und ihre Forschungsarbeit, ein Lexikon der unübersetzbaren Wörter, ablehnte. Nun ist sie bei ihrer mit eigenen Gesundheitssorgen beschäftigten Familie das fünfte Rad am Wagen. Ihre dauernörgelnde Mutter Rachel macht ihr Vorhaltungen, statt ihr Nestwärme zu geben. Dann reist auch noch Noas adretter deutscher Freund Jörg an und will Antworten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tragikomödie um die Suche einer Frau um die Dreißig nach Heimat, ihrem Ich und festem Halt zwischen Berlin und Israel.

    Wie viele biografische Parallelen zwischen der in Israel geborenen Berlinerin Ester Amrami und der weiblichen Hauptfigur existieren, ist nicht überliefert. Aber es dürfen Ähnlichkeiten vermutet werden, so authentisch wirkt die der reizvollen Newcomerin Neta Riskin auf den Leib geschriebene Geschichte. Was die Suche nach Identität und die Verlorenheit zwischen verschiedenen Kulturen als Grundidee an Originalität vermissen lässt, macht Amrami in ihrem u.a. mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichneten Abschlussfilm mit Unbefangenheit und Einfallsreichtum wett.

    “Was für eine durchgeknallte Familie”, stöhnt Noa (Rsikin), wenn sie auf Heimatbesuch bei ihren Angehörigen in Israel vom Regen in die Traufe kommt. Dem nebelgrauen Berlin hatte sie Hals über Kopf den Rücken gekehrt, da man ihr nach Jahren des Studiums die Mittel strich und ihre Forschungsarbeit, ein Lexikon unübersetzbarer Begriffe, ablehnte. In witzigen Kurzinterviews erklären Menschen verschiedener Herkunft (darunter Wladimir Kaminer in einem Cameo) ihre Lieblingswörter, die auch viel vom Gemütszustand von Noa verraten, die überall aneckt, sich fremd fühlt und darüber in grüblerischen Unmut verfällt.

    Nun ist sie bei ihrer mit Gesundheitssorgen beschäftigten Familie das fünfte Rad am Wagen und ihre dauernörgelnde Mutter Rachel (Hana Laszlo) macht ihr Vorhaltungen, statt ihr Nestwärme zu geben. Mutter und Tochter kommen sich nicht näher. Gleiches gilt für Noa und ihren adretten, arglosen deutschen Freund Jörg (Golo Euler), der ihr nachreist und Antworten will, die Noa nicht geben mag. Lieber besucht sie ihre moribunde Oma, der sie eng verbunden ist. Die ersnthaften Verständigungsprobleme, die keineswegs nur die Sprache betreffen, und die Selbstfindungskrise lockert Amrami tragikomisch mit ihrem Sinn für leicht absurde und sonderbare Situationen, für ungewöhnliche Formen und Farben auf. Optisch bilden etwa blumige Kleider und inhaltlich die charakterlichen Eigenarten der Figuren einen Gegenpol. So kann sich die Käseglocke-Atmosphäre in bewegten Umarmungen auflösen, wenn die Figuren sich einmal wirklich gegenseitig wahrnehmen. tk.

Darsteller und Crew

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