Am grünen Rand der Welt (2015)

Originaltitel: Far from the Madding Crowd
Am grünen Rand der Welt Poster
Userwertung (4)
  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Am grünen Rand der Welt: Werkgetreue Verfilmung von Thomas Hardys Roman über eine stolze Gutsbesitzerin im Viktorianischen England, die von drei Männern begehrt wird, aber unabhängig bleiben will.

Als Farmer Oak durch einen tragischen Vorfall alles verliert, treibt ihn das Schicksal zum Hof von Bathsheba, den er vor einem Großbrand rettet. Niemand ahnt, dass Oak, der zum neuen Verwalter bestellt wird, und die Gutsherrin ein Geheimnis teilen. Als Bathsheba noch mittellos war, hatte sie Oaks Heiratsantrag abgelehnt. Ihre Unabhängigkeit verteidigt sie auch gegenüber ihrem spröden, aber gutmütigen Nachbarn Boldwood. Doch als Troy, ein von der Liebe enttäuschter Soldat, mit ihr flirtet, gibt sie seinen Avancen nach – mit fatalen Folgen.

Nachdem die stolze Bathsheba Everdene Erbe eines prächtigen Guts im viktorianischen England wird, beschließt sie, niemals ihre Unabhängigkeit aufzugeben. Während sie sich beharrlich im Dorf durchsetzt, lehnt sie zunächst die Avancen des attraktiven Schäfers Gabriel ab und lässt dann auch den reichen Gutsbesitzer Boldwood abblitzen. Erst bei dem geckenhaften Offizier Troy wird sie schwach – und erkennt zu spät, dass sie einen folgenschweren Fehler begangen hat. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Eine stolze Gutsbesitzerin im viktorianischen England wird von drei Männern begehrt, will aber unabhängig bleiben. Prächtige Verfilmung des Klassikers von Thomas Hardy, die bei aller Werkstreue ungemein modern geraten ist.

Videos und Bilder

Im Kino in deiner Nähe

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(4)
5
 
4 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Der erste Kostümfilm von Ex-Dogmatiker Thomas Vinterberg ist ein erlesenes Liebesdrama aus dem Viktorianischen England.

    John Schlesingers “Die Herrin von Thornhill” nahm sich über zweieinhalb Stunden Zeit für die Adaption von Thomas Hardys Roman, der Däne Vinterberg (“Die Jagd”) stemmt sie in 119 Minuten. Der Reduktion fallen Nebenschauplätze und Figurenvertiefungen zum Opfer, doch die Essenz dieses romantischen Vierecks und das Porträt einer Zeit, in der Beziehungen von Vernunft und Kalkül gestiftet wurden, bleiben erhalten in dieser rauschhaft bebilderten und vertonten Lovestory.

    Vinterberg und sein britischer Drehbuchautor David Nicholls halten sich eng an die Vorlage – im Entwurf des Plots wie auch der Einbindung berühmter Szenen, die Persönlichkeit und Gefühlzustand beschreiben. Der sinnliche Liegeritt Bathshebas (Carey Mulligan) durch die Wälder Südenglands, die mit tief liegenden Ästen nach ihr zu greifen scheinen, findet sich hier genauso wie das Säbelvorspiel des Soldaten Troy, der die Festung der Heldin, die ein Leben frei von männlichen Steuerungsversuchen führen will, zum Einsturz bringen wird. Die stolze Bathsheba, die von ihrem Onkel ein Gut geerbt hat, wird ihren Verführer heiraten – ein Akt der Impulsivität und Naivität, mit dem sie die Männer brüskiert, die sie wirklich lieben: den spröden Gutsherrn Boldwood (Michael Sheen), vor allem aber ihren Verwalter und Ratgeber Gabriel (Matthias Schoenaerts), der trotz Zurückweisung Bathshebas mit stiller Würde über sie wacht.

    “Am grünen Rand der Welt” verbindet eine Zeitreise in ein Universum, in dem Beziehungen mit Besitzaufzählung eröffnet wurden und Männer das Leben von Frauen formten, mit der Geschichte einer Liebe, die nie als solche deklariert wird. Vieles vermittelt sich über Blicke, die mehr wagen dürfen als Worte, über Nahaufnahmen, aber auch spektakuläre Landschaftstableaus, die nie stilisiert, sondern natürlich wirken. Vinterbergs Adaption präsentiert sich sanfter als der berühmte Vorgänger von 1967, der Arroganz bei Bathsheba und Troy stärker betonte. Mulligan wirkt lieblicher, weniger streng, auch etwas kindlicher als Julie Christie, während Schoenaerts als stille maskuline Attraktion Alan Bates fast vergessen lässt. Da spielt es auch keine Rolle, dass Tom Sturridge als Troy Terence Stamp nicht das Wasser reichen kann. Da ist man schon gefangen von der zentralen Lovestory, die trotz großer Tragik optimistisch endet. kob.

Darsteller und Crew

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.