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Am Ende der Milchstraße (2012)

Am Ende der Milchstraße Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Am Ende der Milchstraße: Ehrlicher Dokumentarfilm über ein abgelegenes Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, dessen höchstes Gut die Gemeinschaft ist.

Ein kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern: Hier hat man nicht viel Geld, dafür aber eine starke Dorfgemeinschaft. Man lebt von dem, was die Natur hergibt, alles geht in der 50-Seelen-Gemeinde etwas langsamer zu als in florierenden Ballungszentren. Hier findet die große Liebe zwischen dem Bauer Maxe und seiner Cordula statt, die auf ein Leben in der Stadt verzichtet hat. Die Söhne der fünffachen Mutter Gabi konnten auch in der Ferne keine Arbeit finden und kehren nun zurück. Und der Zugereiste Harry wird immer wieder einmal vom Fernweh gepackt.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Dokumentarfilm "Am Ende der Milchstraße" hätte auch mit einem weniger poetischen Titel anzeigen können, wo die Menschen wohnen, die er porträtiert: ganz weit draußen. In ihrem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern gibt es nicht einmal einen Laden und auch Arbeit ist Mangelware. Die beiden Regisseure Leopold Grün ("Der Rote Elvis") und Dirk Uhlig, die selbst aus dem Osten Deutschlands stammen, stellen einen Ort vor, in dem das Ende der DDR wirtschaftliche Not zur Folge hatte. Wer nicht längst wegzog, wird von den vielen Fahrzeugen und Geräten, die in der Landschaft verrosten, täglich an die Vergangenheit erinnert. Der Film nimmt sich Zeit, um die Stimmungen im Wechsel der Jahreszeiten einzufangen und die Eigeninitiative der auf sich gestellten Menschen zu beobachten.

    Wer hier lebt, muss zumindest teilweise Selbstversorger sein, wie der Bauer Maxe und die Witwe Gabi. Und genügsam leben. Harry zum Beispiel fährt am liebsten zum Angeln raus und hängt seinen Gedanken nach. Manche Männer denken wehmütig daran zurück, dass in der DDR jeder Arbeit hatte. Holzhacken, die Hühner füttern, mal gemeinsam ein Schwein schlachten: Der Film zeigt einen stark mit der Natur verbundenen Alltag der Bewohner. Er ist voller sinnlicher Momente und kleiner Erfolgserlebnisse. Aber gleichzeitig sind überall auch Zeichen der Not, äußeren Verfalls und innerer Ratlosigkeit erkennbar.

    Man erfährt nicht viel über diese stille Beobachtung hinaus. Wer mit wem verwandt oder nur befreundet ist, bleibt oft ein anstrengendes Rätselspiel. Es gibt weder einen erklärenden Off-Kommentar, noch gezielte Interviews. Manchmal erzählen einige der Porträtierten ein wenig von sich aus, ohne dass nachgefragt wird. Der Filmstil gibt intensiv die schwankende Stimmungslage in dieser verträumten Weite wieder. Es stimmt optimistisch, wie individuelle und gemeinsame Lösungswege erprobt werden, aber die Filmemacher bleiben in allem doch recht vage.

    Fazit: Der still beobachtende Dokumentarfilm "Am Ende der Milchstraße" beweist ein gutes Gespür für die Hoffnungen und Nöte der Menschen in einem abgeschiedenen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, liefert aber zu wenig konkrete Informationen.
  • Die Regisseure Leopold Grün und Dirk Uhlig zeigen in ihrem Film offen und ehrlich, wie ein Leben am Rande unserer Gesellschaft und doch mitten in Deutschland aussieht, wenn man am Existenzminimum lebt. Damit decken sie die immer größer werdende Kluft zwischen den Wohlstandszentren und den stagnierenden Regionen auf. Und doch liegen in dieser Entwicklung auch Chancen, die positiv begriffen werden können: Es entsteht eine neue Art des Zusammenlebens und die Arbeit erhält eine ganz andere Bedeutung, als wir es in unserer schnelllebigen Gesellschaft gewohnt sind.

Darsteller und Crew

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