Alphabet (2013)

Alphabet Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Alphabet: Dokumentation über unser überholtes Bildungssystem, das mit den gesellschaftlichen Anforderungen nicht mithalten kann.

Unser Schulsystem ist als Relikt des industriellen Zeitalters überholt. Darüber ist man sich einig. Doch neue Konzepte zielen fast einstimmig auf eine Leistungsgesellschaft ab, in der der Schüler zu immer größerer Performance getrimmt wird. Dabei können die Herausforderungen unserer Zeit, die politische und wirtschaftliche Unsicherheiten mit sich bringen, nur durch die Fähigkeit zum innovativen Denken gelöst werden. Die Dokumentation zeigt, wie eindimensionale Denkmuster entstehen und was die Folgen für unsere Gesellschaft sind.

Drastische Dokumentation über unser Bildungssystem, das mit den gesellschaftlichen Anforderungen nicht mithalten kann. Dritter Teil der gesellschaftskritischen Dokus des Österreichers Erwin Wagenhofer (“Let’s Make Money”).

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Kritikerrezensionen

  • Die Schule macht zu wenig aus den Begabungen, über die Kinder verfügen. Auf diesen beunruhigenden Nenner lässt sich der Dokumentarfilm "Alphabet" von Erwin Wagenhofer bringen. Er schließt eine Trilogie ab, die sich in den Filmen "We Feed the World" und "Let's Make Money" kritisch mit Phänomenen des globalen Kapitalismus auseinandersetzte. Die Forderung des österreichischen Filmemachers nach einer grundlegenden Reform des Bildungswesens passt in diese Reihe, weil auch sie eine ausbeuterische Fehlentwicklung anprangert.

    Der Leistungsgedanke der Schulbildung sei am veralteten Menschenbild des Industriezeitalters orientiert, stellt Wagenhofer fest. Kinder sollen für vorgegebene Aufgaben fit gemacht werden, anstatt dass sie ihr geistiges Potenzial eigenständig nutzen lernen. Der Prüfungsstress, dem chinesische Schüler jahrelang ausgesetzt sind, teilt sich eindrucksvoll mit, wenn Wagenhofer einen schmächtigen Jugendlichen zur Nachhilfestunde begleitet, dem unterwegs beinahe die Augen zufallen. Passend dazu erklären Experten wie der chinesische Pädagogikprofessor Yang Dongping und der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther, wie schädlich das Lernen unter Angst und Stress für junge Menschen ist.

    Den negativen Bildern vor allem aus China setzt der Film positive, außerschulische Alternativen entgegen, wie das von Arno Stern gegründete Malspiel. Dort können Kinder ihrer Gestaltungsfreude freien Lauf lassen. Dass die Jüngsten ganz andere Bedürfnisse haben als Konkurrenz- und Leistungsdenken, kann wohl in einer Gesellschaft wie der unseren nicht oft genug betont werden. Interessant erscheint in diesem Zusammenhang die Aussage eines früheren Personalmanagers, der beklagt, dass Berufsanfänger ihr Leben zu einseitig auf Karriere ausrichten würden.

    Der sehenswerte Film behandelt sein wichtiges Thema allerdings aus der großen Distanz, die einen globalen Überblick ermöglicht. So bleibt die Forderung nach mehr Raum für Kreativität in der kindlichen Entwicklung auch sehr allgemein. Konkrete Rezepte für eine Neugestaltung der Schulbildung werden nicht gegeben. Aber wahrscheinlich würde es schon helfen, öfter mal die Schüler selbst zu fragen, was sie interessiert.

    Fazit: Erwin Wagenhofers anregender und nachdenklich stimmender Dokumentarfilm "Alphabet" fordert eine Abkehr vom einseitig an Leistung und Stoffvermittlung orientierten Bildungskonzept.
  • Nach “We Feed the World” und “Let’s Make Money” legt der österreichische Regisseur Erwin Wagenhofer den dritten Part seiner gesellschaftskritischen Trilogie, dieses Mal über unser marodes Bildungssystem vor. Er zeigt er drastisch auf, wie das kreative und geistige Potenzial der Schüler bereits im Kindesalter systematisch und kontinuierlich minimiert wird. Sein ernüchterndes Fazit: Bei der Geburt sind 98% aller Menschen hochbegabt. Nach der Schule sind es nur mehr 2%. Eine alarmierende Dokumentation, die Handlungsbedarf gemahnt.

Darsteller und Crew

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