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Adèle und das Geheimnis des Pharaos (2010)

Originaltitel: Les aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Sec
Adèle und das Geheimnis des Pharaos Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Adèle und das Geheimnis des Pharaos: Luc Bessons Fantasykomödie über eine Journalistin, die im Paris des Jahres 1912 ungewöhnliche Abenteuer mit wiederbelebten Mumien und Sauriern erlebt.

Gerade ist Abenteurerin Adèle aus Ägypten zurückgekehrt. Mitgebracht hat sie eine Mumie und die Hoffnung, dass mit deren Hilfe ihre Schwester aus dem Koma befreit werden kann. Denn Wiederbelebung scheint selbst nach Millionen Jahren möglich. Das beweist ein alter Professor, durch dessen Experiment ein Flugsaurier im Museum aus dem Ei schlüpfen kann. Damit gibt es im Paris des Jahres 1912 neue Attraktionen. In der Luft kreuzt ein gefährlicher Saurier, am Boden bestaunen reanimierte Mumien die Wunder dieser exotischen Zivilisation.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kennt jemand die „Adèle“-Comics von Tardi, seit den 70ern in inzwischen zehn Bänden erschienen? Ich nicht; noch nicht. Aber ich werde sie mir nächstmöglich zu Gemüte führen. Wenn man nach der Verfilmung geht, gehen die Adèle-Stories in Richtung Tim und Struppi,: Abenteuer, eine gewitzte Heldin, Komik und Karikatur, ein Gespür für Charaktere, Details und das richtige Timing – allerdings etwas mehr Turbulenz und Fantastik.

    Luc Besson, der mal wieder einen Film inszeniert hat, schafft es, eine Vielzahl von Figuren, eine Menge Gags und zwei große Storylines – der Film verwendet die Handlung von zwei „Adéle“-Bänden: „Adèle und das Ungeheuer“ und „Aufstand der Mumien“ – miteinander zu verquicken. Dabei beginnt er rasant, und er hält das Tempo des Geschehens. Tardis „Adèle“-Comics waren zunächst Fortsetzungsgeschichten, und diesen Geist nimmt der Film auf. Alle paar Minuten geschieht etwas Neues, Unerwartetes, wobei der Plot sehr gerne eine Menge Umwege nimmt, um schließlich doch eine Punktlandung hinzulegen und präzise anzukommen. So werden zu Beginn gleich drei, vier Handlungsorte in Paris vorgestellt, drei Handlungsstränge, mindestens fünf Personen, von denen die meisten unwichtig sind – was der Voice-Over-Erzähler freimütig zugibt –, und von der Heldin Adèle ist noch gar nichts zu sehen.

    Bis der Film dann auf sie hinschwingt, und plötzlich sind wir in Ägypten in einem Mumiengrab, aus dem es nur per Wasserfall-Sarkophag-Fahrt, direkt unterirdisch in den Nil, ein Entkommen gibt. Zack: Wieder Paris. Wo es sich dann im Folgenden um einen lebenden Flugsauerier dreht, um das Leben nach dem Tod, um doofe Polizisten und einen schießwütig-dumpfen Großwildjäger, um Mumien und eine komatöse – oder tote? – Schwester, um Nuklearwissenschaft à la ägyptische Antike und um ein fatales Tennismatch, um Schafsverkleidungen und die Rettung des Präsidenten höchstpersönlich. Unter anderem. Ja: Es steckt soviel drin, dass es mitten im Abspann noch weitergeht – also sitzen bleiben!

    Ein wenig hat der turbulente Film, der so detailreich inszeniert ist, das Problem der Hyperaktivität, er saust so durch sein Sammelsurium an Geschichten, dass die Figuren kaum greifbar sind, dass ab und an etwas ins Leere läuft, und die schöne, ironisch-elegische Voice-Over-Erzählung des Anfangs hört auch allzu bald auf. Da Besson mit vollem Tempo startet, kann er sich am Ende nicht mehr steigern. Auf jeden Fall aber geht ihm in diesem filmischen Dauerspurt auch nicht die Luft raus.

    Noch eine Anmerkung für Interessierte:

    Tardi erklärt im Interview, er habe sich bei der Konzeption seiner Comics stark von Fritz Lang und dem deutschen Expressionismus beeinflussen lassen. Das ist auch der Verfilmung anzumerken: Lang war ja – in seinen deutschen Jahren – auch ein Meister des Kolportagekinos, der exotische Abenteuer mit an sich absurden, aber griffigen und durchaus packenden Stories zusammenschüttete – Groschenheftromangeschichten eigentlich, die er fesselnd zu inszenieren verstand: „Die Spinnen“, „Mabuse“, „Spione“ lassen grüßen. An letzterem – ohnehin ein Meisterwerk des Spannungskinos, der auch heute noch kaum etwas verloren hat und hiermit nochmals und immer wieder empfohlen sei – scheint sich Besson in seinem temporeichen Timing orientiert zu haben. Und ist das nicht ein direktes Zitat aus „M“, ins karikaturistische gewendet, wie Besson hier eine telefonische Befehlskette vom Präsidenten über Minister, Polizeipräfekt, Kommissar bis zum ermittelnden Inspektor darstellt?

    Fazit: Fantastisch-abenteuerlich-komische Comicverfilmung, die von Anfang an Fahrt aufnimmt und nie an Tempo nachlässt.
  • In einer visuell opulenten Comicverfilmung erklärt Luc Besson seine Liebe zu einer selbstbewussten Abenteurerin und familientauglichem Entertainment.

    Während seine erfolgreichen Gartenzwerge, die Minimoys, mit Arthur bereits ihr drittes Abenteuer erleben, er als Produzent und Mentor actionbegabter Protegés Hollywood mit französischen Nachwuchstalenten versorgt, fand Luc Besson auch noch ein Zeitfenster für seinen verspieltesten Realfilm seit “Das fünfte Element”. Zehn Bände sind von Jacques Tardis in Frankreich sehr populärer Comicreihe “Adèles ungewöhnliche Abenteuer” erschienen, zwei davon komprimierte Autor-Regisseur Besson zu seiner aufwendigen Franchise-Ouvertüre, die in jedem Bild den Beweis auch für die visuelle Schönheit der Belle Epoque anzutreten versucht.

    Zwei Jahre vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs und dem Ende dieser Epoche ist Paris ein architektonischer Traum, in den Besson, auf den Spuren von “Die fabelhafte Welt der Amelie”, mit einer Fülle von erzählerischen Details und optischen Spielereien einführt. Für zwei Geschichten ist Journalistin Adèle dabei attraktiver Knotenpunkt. In Ägypten sucht Frankreichs Antwort auf Indiana Jones, die, 1976 im Comic geboren, dieser Kultfigur des Genres eigentlich vorausgeht, die Mumie eines berühmten Arztes der antiken Nilkultur. Diese soll der Schlüssel für die Heilung ihrer geliebten Schwester sein, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Die Wiederbelebung von Toten ist auch zentrales Motiv im zweiten Handlungsarm, als es einem schrulligen Professor gelingt, die Brut eines vor 135 Millionen Jahren ausgestorbenen und nun im Museum endgelagerten Flugsauriers schlüpfen zu lassen. Nachdem Saurier, Riesenaffen und Monsterechsen bisher neben Japan vornehmlich den amerikanischen Kontinent heimsuchten, wird nun Frankreichs Metropole zum “Jurassic Park” – jagen schusselige Polizisten den Chaos stiftenden Saurier, dessen Schicksal unmittelbar mit dem des Professors und Adèles Schwester verknüpft ist.

    Nicht untypisch für Besson ist der erzählerische Ton dabei manchmal so albern wie abenteuerlich, erinnern Slapstickelemente an den Stummfilm, steht Dramatik hinter Komik zurück, weil Besson auch ein jüngeres Publikum erreichen will, das in den Figuren nicht repräsentiert ist. Viele Effekte und Fantasyelemente tragen dieser Zielvorgabe Rechnung in einem Film, der mit Louise Bourgoin (“Das Mädchen aus Monaco”), mit Ausstattungs- und Bildopulenz auch Attraktionen für Erwachsene und mit flanierenden Touristen-Mumien auch ein witziges Finale bietet. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

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