Abschussfahrt - Vier ist einer zu voll (2015)

Originaltitel: Abschussfahrt
Abschussfahrt - Vier ist einer zu voll Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (4)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Abschussfahrt - Vier ist einer zu voll: Teenagerkomödie um eine Gruppe von Kumpels, die auf der Klassenfahrt nach Prag eine mehr als turbulente Nacht erleben.

Die Schul-Nerds Paul, Berny und Max wollen auf der Klassenfahrt nach Prag mal so richtig Party machen. Doch tagsüber stehen erst mal langweilige Stadtführungen auf dem Programm. Und nachts müssen die drei auch noch auf den autistischen Bruder von Pauls heimlicher Liebe Juli aufpassen. Die will nämlich mit dem coolsten Junge der Klasse in den schicksten Club der Stadt. Doch auch die vier können sich aus dem Hotel schleichen und erkunden das Nachtleben auf ihre Weise. Wilde Abenteuer und Abstürze inklusive, bei denen sie mehr als ihre Unschuld verlieren.

Eine Gruppe von Kumpels erleben bei einer Abifahrt nach Prag eine mehr als turbulente Nacht. Ausgelassene deutsche Teenagerkomödie, die von einer Klassenfahrt im “Hangover“-Stil erzählt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit dem Kassenschlager "Fack ju Göhte" trat Regisseur Bora Dagtekin 2013 eine Welle an Schulkomödien los. Darunter Filme jedes Kalibers – mit "Frau Müller muss weg" qualitative Höhen der deutschen Comedy und mit "Doktorspiele" das genaue Gegenteil. Regisseur Tim Trachte dringt mit seinem neuesten Werk "Abschussfahrt" nun ebenfalls in dieses Gebiet vor und inszeniert mit Spaß eine genau auf das junge Zielpublikum abgestimmte Geschichte über Freundschaft und den Drang zum Ausbruch aus den alltagsbedingten Grenzen des guten Benehmens. Trachte nimmt den Zuschauer mit auf eine absurde Reise durch das Gedankengut pubertierender Jugendlicher. Mit dabei: Ein griffiges Drehbuch, sympathische Figuren und eine moderne technische Umsetzung, die "Abschussfahrt" zu einem charmanten Vertreter seines oftmals so belächelten Genres machen.

    Was auf den ersten Blick wie eine halbgare Pennälerklamotte wirkt, hat rasch einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite: "Abschussfahrt" hat zwar nicht annähernd so hieb- und stichfeste Pointen zu bieten wie thematisch verwandte Filme aus den USA, doch in Puncto Liebe zum Detail braucht sich "Abschussfahrt" nicht vor Komödien aus Übersee zu verstecken. Wenngleich sich Regisseur und Autor Trachte auf das Umfeld einer Schulklasse konzentriert, weist sein Film doch wesentlich größere Bezüge zur beliebten "Hangover"-Trilogie auf als zu "Fack ju Göhte" und Co. Er lässt seine Figuren eine absurde Szenerie nach der nächsten durchlaufen und hat die realen Verhältnisse einer solchen Sauftour sehr genau im Blick. Manche Kulissen bieten dabei einen größeren Mehrwert als andere, doch dank der bodenständigen Charaktere ebbt das Interesse an den Ereignissen nicht ab. Dabei trifft Tim Trachte zwar nicht immer ins Schwarze - doch seine Stärken hat die Komödie dann, wenn Trachte sein Ensemble in Alltagssituationen entlässt, die schließlich in absolutes Chaos gipfeln.

    "Abschussfahrt" ist eher Slapstick. Auf der Ebene des Dialoghumors präsentiert sich die Komödie weniger gelungen, als in den Momenten, in denen auf der Leinwand Großes passiert. Wenn die Jungs einen Panzer kapern oder Max von der Groebens Figur in einer herrlich abgedrehten Aktion den beaufsichtigenden Lehrer ins Koma versetzt ist "Abschussfahrt" kreativ und urkomisch zugleich. Hinzu gesellt sich ein Drehbuch, das auch nach mehrmaligem Abklopfen kaum logikbedingte Lücken aufweist. Die Produktion hat ihre Figuren, deren Verhalten und die plotbedingten Verwicklungen der Jungs genau im Blick, das Herz am rechten Fleck und bereitet sämtliche Storywendungen genau vor. Dass sich "Abschussfahrt" dennoch vornehmlich an ein Teenager-Publikum richtet, ist der Thematik geschuldet. Schließlich können sich Gleichaltrige noch wesentlich besser (und lieber) in die Lage der Hauptfiguren versetzen, als es das ältere Semester vermag. Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass der Film – auch dank eines hervorragenden Casts, in dem sich insbesondere Stand-Up-Comedian Chris Tall als hoffnungsvoller Newcomer beweist – aus handwerklicher Sicht verdammt gut geraten ist.

    Fazit: Tim Trachte inszeniert ein genau auf seine Figuren abgestimmtes Vergnügen mit Herz und Charakter, das in den humorvollen Spitzen zwar nicht immer zündet, aber eine solche Passion an den Tag liegt, dass "Abschussfahrt" eine insgesamt sehr gute Figur macht.
  • Mit seiner schlüpfrigen Teen-Sex-Comedy kreuzt HFF-Absolvent Tim Trachte “American Pie“, “Sex on the Beach” mit dem Genre-Klassiker “Eis am Stiel”.

    Spätestens seit “Doktorspiele” ist Teenager-Klamauk, der vor allem mit sexistischen Gags und Fäkal-Kalauern einhergeht, in Deutschland wieder sehr populär. Auch HFF-Absolvent Tim Trachte, der hier sein abendfüllendes Regiedebüt vorlegt, kennt sich in der Historie schlüpfriger Sex-Comedys offenbar bestens aus. Er bedient sich nicht nur bei amerikanischen (“American Pie”, “Hangover“) und britischen (“Sex on the Beach”) Vorbildern, sondern wildert auch bei nationalen “Klassikern” wie der fast schon legendären “Eis am Stiel”-Reihe. So erinnert einer von Trachtes Hauptdarstellern, der etwas fülligere Chris Tall, mit seiner Elvis-Frisur nicht von ungefähr an den gemütlichen Dicken Zachi Noy. Und auch dessen obsessive Sex-Besessenheit besitzt Talls Charakter Berny, wenn er sich gemeinsam mit seinen Kumpels Paul und Max sowie einigen weiteren Mitschülern auf wild-wüste Klassenfahrt nach Prag begibt. Der Regisseur lässt seine Geschichte denn auch zu 90 Prozent in einer einzigen, der ersten Nacht, spielen. Dabei begleitet er seine Jungs zunächst auf einer relativ harmlosen Sauftour, lässt es dann beim Schlammcatchen und in einem Hardcore-Nightclub etwas prickelnd erotisch werden, bis das Ganze schließlich von der Komödie in den Krimi driftet, wenn die Teen-Touristen als Drogenkuriere missbraucht werden.

    Trachte setzt auf Humorebene in erster Linie auf Bad Taste, da wird gekotzt und gesabbert, mit dem Panzer Luxuslimousinen platt gemacht und geht auch schon mal im Splatter-Stil der Mittelfinger eines der Protagonisten verloren. So etwas wird dem überwiegend männlichen Zielpublikum ab 13 Jahren ebenso gut gefallen wie der gefällige Soundtrack mit Remixes alter Pop-Ohrwürmer wie “I’ve Got the Power” und die kameratechnischen Spielereien mit Stopp-Tricks, Zeitraffern und Schärfeverlagerungen. Auch die (männlichen) Hauptdarsteller, die zeitgemäße, nachvollziehbare Dialoge in den Mund gelegt bekommen, machen ihre Sache sehr ordentlich – allen voran Max von der Groeben als tumber, gutmütiger Boxer. Lisa Volz mag als Love Interest von Paul nicht so recht überzeugen. Von Trachte wird man dagegen nach diesem soliden Pubertäts-Spaß, der durchaus gute Einfälle enthält (wie ein Ritterduell auf Segways mit Sonnenschirmen als Lanzen), sicherlich wieder etwas sehen, als nächstes “Vampirschwestern 3″. lasso.

Darsteller und Crew

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