About Schmidt (2002)

About Schmidt Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

About Schmidt: Brüllend komisches Roadmovie und geniale One-Man-Show von Jack Nicholson, der sich als pensionierter Versicherungsaktuar auf eine missionarische Reise begibt.

Frisch aufs berufliche Abstellgleis geschoben, blickt der leicht misanthropisch veranlagte Ex-Versicherungsvertreter Warren Schmidt (Jack Nicholson) einer ungewissen Zukunft entgegen. Als bald darauf auch noch seine Frau verstirbt und Warren in ihrer Hinterlassenschaft Hinweise darauf findet, dass sie ihn seit Jahren mit seinem besten Freund betrogen hat, hält ihn nichts mehr an seinem Heimatort. Kurzerhand schwingt er sich in sein Wohnmobil und braust Richtung Denver, wo es die Heirat der Tochter mit einem Wasserbettvertreter zu torpedieren gilt.

Furiose One-Man-Show von Jack Nicholson in Alexander Paynes perfekt zwischen reinem Vergnügen und ergreifenden Momenten balancierender Tragikomödie.

Gerade wurde Versicherungsaktuar Warren Schmidt aufs Rentnergleis abgeschoben, als ihn der nächste Schicksalsschlag ereilt: Der Tod seiner Frau und die Entdeckung, dass diese eine Affäre hatte, lässt den ewig Unzufriedenen jeglichen Halt verlieren – bis er sich in einem Wohnmobil auf eine missionarische Reise macht, um seiner Tochter im entfernten Denver die geplante Heirat auszureden.

Kurz nach seiner Pensionierung ereilt Warren Schmidt ein weiterer Schicksalsschlag. Er findet seine Frau tot in der Wohnung auf und muss zudem entdecken, dass sie vor Jahren eine Affäre hatte. Schmidt verliert den Boden unter den Füßen, lässt sich gehen und versinkt immer tiefer in Depressionen. Bis ein TV-Spendenaufruf und der folgende Briefwechsel mit dem bedürftigen Patenkind ihm neue Energie schenkt. Voll Tatendrang reist er im Camper nach Denver, um der geliebten Tochter die Ehe mit einem großmäuligen Loser auszureden.

Kurz nach seiner Pensionierung stirbt die Frau von Warren Schmidt. Die Entdeckung einer früheren Affäre seiner Frau sorgt für zusätzliche Depressionen, aus denen er nur durch die Briefe seines afrikanischen Patenkindes gerissen wird. Schließlich macht er sich auf nach Denver, um die Hochzeit seiner Tochter zu verhindern. Berührendes Road Movie mit einem großartigen Jack Nicholson.

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Kritikerrezensionen

  • Nur drei Filme benötigte Alexander Payne, um den Schritt vom interessanten Talent (“Citizen Ruth”) über Hoffnungsträger (“Election”) zum Meister zu schaffen: Seine sehr lose Adaption von Louis Begleys Roman “Schmidt”, dessen Grundidee er mit einem eigenen Originaldrehbuch kreuzte, ist ein schlaues, stilles, bewegendes und immer wieder brüllend komisches Roadmovie, hinter dem sich vor allem das Porträt eines pensionierten Spießers verbirgt, der es sich nach dem Tod der Ehefrau zur Lebensaufgabe macht, die Hochzeit seiner von ihm entfremdeten Tochter mit einem – wie er findet – unwürdigen Mann zu verhindern. In der Titelrolle brilliert ein völlig uneitler, auf jegliche Manierismen verzichtender Jack Nicholson, der das eigene Image torpediert und dabei ganz groß rauskommt.

    “You don’t know Jack” ist ein beliebtes umgangssprachliches Wortspiel in den USA (ungefähr: “Du hast nicht den blassesten Schimmer”), das in verballhornter Form immer wieder auf Jack Nicholson angewandt wird. Tatsächlich ist einem das vermutlich vertrauteste und prägnanteste aller Stargesichter selten so fremd gewesen wie hier, in Alexander Paynes “Schmidt”: Fahl, müde, abgespannt, darf man’s sagen: alt sieht der zweifache Oscar-Gewinner aus als Vorstadtspießbürger Warren Schmidt aus dem Mittleren Westen. Kein diabolisches Grinsen, keine virilen Posen weit und breit – kleine Gesten und präzise Mimik genügen Nicholson, einen lächerlichen Mann am Rande des totalen Nervenzusammenbruchs zu zeichnen, dem am Lebensabend alle Felle davonzuschwimmen drohen.

    Nach Jahrzehnten als Aktuar bei einer Versicherung aus dem Job geboxt und aufs Abstellgleis geschoben, wird der brave Fußsoldat Warren Schmidt sogleich noch mit dem nächsten Schicksalsschlag konfrontiert: Der unerwartete Tod seiner Ehefrau Helen lässt den ohnehin sichtbar unzufriedenen Schmidt jeden Halt verlieren. Zwar heuchelt der 66-Jährige Zufriedenheit über die plötzlich gewonnene Freiheit, in Wahrheit jedoch stürzt er ab und verwahrlost mehr und mehr, als er auch noch herausifndet, dass Helen vor Jahren eine Affäre mit einem Freund hatte – bis Schmidt sich selbst mit der Mission betraut, seiner 2000 Kilometer entfernt in Denver lebenden Tochter Diane die Hochzeit mit dem Wasserbettverkäufer Randall (als sanfter Redneck mit Fu-Manchu-Bart und schütterem Haar schier unerkennbar: Dermot Mulroney) auszureden. In einem neu erworbenen Wohnmobil macht er sich auf die Reise, die voller Überraschungen, abstruser Erlebnisse und unbequemer Erkenntnisse ist und Schmidt natürlich zu sich selbst führt, ohne dass sich der Mann jemals ändern würde und könnte. Und doch wird ihm ganz zum Schluss ein unerwarteter Moment des totalen Glücks zuteil, der hinreißender nicht sein könnte.

    Viel ist von Louis Begleys Vorlage außer der Hauptfigur und ihrer Pensionierung als Katalysator für die Handlung nicht übrig geblieben. Payne nutzt sie als Gerüst für eine eigene Geschichte, die Begleys stänkerndem Titelhelden allemal entspricht. Zurückhaltend und sparsam komponiert er seine Bilder und überlässt Jack Nicholson die Bühne für eine One-Man-Show sondergleichen. Die augenfälligste (und genialste) Regiekniff ist die Einführung einer nur im Off agierenden Figur: der afrikanische Waisenjunge Ndugu, für den Schmidt eine Patenschaft übernimmt. Über Minuten hinweg darf man aus dem Off Jack Nicholson lauschen, wie er die Briefe vorliest, die Schmidt an Ndugu geschrieben hat. Sie erlauben einen Einblick in das Innenleben des vereinsamten Mannes und fördern seine Ängste und Ansichten wie seinen maßlosen Selbstbetrug zu Tage, während die Bilder die Aussagen des Geschriebenen auf brillante Weise entweder stützen oder konterkarrieren. Wenn Nicholson zum wiederholten Male zu einem “Lieber Ndugu…” ansetzt, hat er das Publikum stets auf seiner Seite. Allein die Vorfreude auf neue entlarvende Schmähreden über Gott und die Welt machen “Schmidt” sehenswert. Nicht unerwähnt bleiben sollte aber auch Kathy Bates Auftritt als mannstolle Mutter von Warrens Schwiegersohn in spe, die mit ihrem kurzen Nacktauftritt die größten Lacher erntet – in einem hervorragenden und herrlich leisen Film, der sonst bestenfalls schmunzeln lässt. Das aber nicht zu knapp. ts.

Darsteller und Crew

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