About a Boy (2002)

About a Boy Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

About a Boy: Überragende Verfilmung des Hornby-Romans, in dem ein egoistischer Mittdreißiger Freundschaft mit einem Zwölfjährigen schließt.

Will Freeman (Hugh Grant) ist ein Taugenichts wie aus dem Bilderbuch. Ohne auf Arbeit oder Ehre einen Pfifferling zu geben, lebt er von den Tantiemen seines Vaters und steigt Jungmüttern nach, die er am liebsten in einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende niederstreckt. Dort ereilt im Gegenzug ihn das gerechte Schicksal, als er über den naseweisen und ausgesprochen hartnäckigen Sonderling Marcus (Nicholas Hoult) stolpert, der in dem Slacker prompt den idealen Daddy wittert.

Die “American Pie”-Dirigenten Chris und Paul Weitz knöpfen sich einen Bestseller von Nick Hornby (“Fever Pitch”) vor und Hugh Grant adelt das Ergebnis flugs zum Kunstgenuss in bester “Notting Hill”/”Bridget Jones”-Tradition.

In einer Selbsthilfegruppe alleinerziehender Mütter hofft der wohlhabende Tagedieb Will Freeman auf mühelose Aufrisse. Über Umwege gerät er jedoch an den zwölfjährigen Sonderling Marcus, der sich in Will einen neuen Vater erhofft. Obwohl er Marcus zunächst loswerden will, sieht Will in dem Jungen eine Möglichkeit, den Anschein aufrecht zu erhalten, er sei alleinerziehender Vater.

Will Freeman hat von seinem Vater, dem Komponisten eines unsäglichen Weihnachts-Hits, ein ansehnliches Vermögen geerbt. Er muss deshalb auch keiner geregelten Arbeit nachgehen und hat viel Zeit, den Frauen nachzusteigen. Seine jüngste Masche: alleinstehende Mütter aufreißen. Dafür schleicht er sich sogar in eine Gruppe von Single-Eltern ein und behauptet, selbst ein kleines Kind zu haben. Und so trifft er auf Marcus, einen reichlich verkorksten Teenager, mit dem er sich allmählich anfreundet und der ihm neue Werte lehrt…

Der finanziell unabhängige Will Freeman verbringt sein Leben damit, den Frauen nachzusteigen. Da trifft er auf den verkorksten Teenager Marcus und freundet sich langsam mit ihm an. Nach “Fever Pitch” und “High Fidelity” Verfilmung eines weiteren Bestsellers von Nick Hornby. In der Hauptrolle des skrupellosen Lustmolchs Will brilliert Englands Exportschlager Hugh Grant.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit der Verfilmung von Nick Hornbys Bestseller “About a Boy” gibt die britische Erfolgsproduktionsfirma Working Title (“Notting Hill”) die männliche Antwort auf ihren letztjährigen Superhit “Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück”: Mit Hugh Grant in seiner vielleicht besten Rolle als ebenso charmanter wie verantwortungsloser Mittdreißiger, der wider besseren Willen Freundschaft mit dem merkwürdigsten Zwölfjährigen Londons schließt, kann die makellose Britcomedy auf ein würdiges Gegenexemplar zu Renee Zellwegers kalorienbewusster Neurotikerin setzen.

    Nachdem er in den Fußballfanerinnerungen “Fever Pitch” und der Ode an das Plattensammeln und die monogame Liebe, “High Fidelity”, mehr oder weniger sich selbst in den Mittelpunkt gestellt hatte, versuchte sich Fußballfan, Plattensammler und Musikkritiker Nick Hornby in seinem zweiten, 1998 erschienenen Roman “About a Boy” erstmals an einer Hauptfigur, die so gar keine Charaktermerkmale mit dem hemdsärmeligen, grundanständigen Autor gemein haben sollte: Der 36-jährige Will Freeman (sic!) ist ein selbstgefälliger Tagedieb, der seinen verantwortungslosen und teuren Lebensstil mit den Tantiemen bestreitet, die er Monat um Monat für die einzige erfolgreiche Komposition seines verstorbenen Vaters bezieht. Die Figur hat charmante Ansätze, will auf den Buchseiten aber ebensowenig überzeugend zu Leben erwachen wie der bemühte Versuch, anhand der Geschichte Wills und seiner überraschenden Freundschaft zu dem verlachten zwölfjährigen Außenseiter Marcus die unübersehbare und verbindende Bedeutung von Nirvana-Sänger Kurt Cobain für die verschiedenen Generationen zu erklären (der Titel “About a Boy” ist eine direkte Anspielung auf den Nirvana-Song “About a Girl”).

    Dass der Film, obendrein mit Parade-Dandy Hugh Grant in der für ihn völlig untypischen Rolle eines Slackers in Prada-Technostretch, das heillose Durcheinander des Romans geradezu mühelos entschlackt, ist eines der großen Kinomirakel des Jahres: Sämtliche Cobain-Anspielungen wurden gestrichen. Das melodramatische letzte Drittel wurde über Bord geworfen und mit einem weitaus wirksameren Showdown bei einem Schulkonzert (unglaubliche Szene, in der Will erstmals für etwas einsteht und nebenher freiwillig für all seine Vergehen büßt) ersetzt. Unverkennbar durchlief “About a Boy” die Produktionsschmiede von Working Title, die die Erfolgselemente vorangegangener Hits wie “Vier Hochzeiten und ein Todesfall”, “Notting Hill” oder “Bridget Jones” längst zum Patentrezept verarbeitet haben. Die sophisticated Handschrift ist unverkennbar, und doch ist “About a Boy” moderner und aufregender als die Vorgänger, weil sich Working Title clever zwei Amerikaner für die kosmopolitische Inszenierung des sehr britischen Stoffes holten. Chris und Paul Weitz (“American Pie”) geben sich nicht einfach damit zufrieden, die Szenen im Sitcom-Stil abzufilmen, sondern setzen auf visuelles Flair und finden tatsächlich auch das ein oder andere prägnante Bild, um die Wandlung ihres Helden vom Saulus zum Paulus und seine inneren Konflikte auf dem Weg dahin zu verdeutlichen.

    Bindungsscheu, berechnend und egoistisch geht er stets den Weg des geringsten Widerstands, gebrochene Herzen in der Damenwelt nimmt er ohne schlechtes Gewissen hin. Von Rechtswegen her müsste man Will Freeman trotz seines jungenhaften Charmes eigentlich hassen, wäre da nicht der zauberhafte, ironische, immer wieder messerscharf aufblitzende Off-Kommentar Grants, der Einblick in sein Innenleben gewährt und gleichzeitig die stärkste humoristische Waffe des Films ist. So erfährt man als Zuschauer hautnah, dass sich Will nur deshalb in eine Selbsthilfegruppe schmuggelt, weil er alleinerziehende Mütter als ideale weibliche Beute ausgemacht hat. Er kann nicht ahnen, dass er über drollige Umwege an Marcus geraten wird, der von seiner wohlmeinenden Hippie-Mutter (Toni Collette mit viel Sinn für Hässlichkeit) als totaler Außenseiter mit bunten Pullis, absurden Strickmützen und einer prekären Vorliebe für Roberta Flacks “Killing Me Softly” durchs Leben geschickt wird. Marcus erhofft sich in Will den Vater, den er nie hatte. Will will den Knirps loswerden, greift aber auf ihn zurück, als seine kleine Lüge, er sei ein alleinerziehender Vater, aufzufliegen droht. Verstrickungen, Verwicklungen, Missverständnisse folgen, allesamt ebenso unterhaltsam und überraschend wie der wunderbare Soundtrack von Badly Drawn Boy – seit “Die Reifeprüfung” passte Musik nicht mehr so gut zu einer Komödie – einer Komödie wohlgemerkt, von der man in späteren Jahren mit ähnlicher Hochachtung sprechen wird wie von Mike Nichols Meisterwerk von 1967. ts.

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