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Abgedreht (2007)

Originaltitel: Be Kind Rewind
Abgedreht Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Abgedreht: Anheimelnde Feel-Good-Komödie um zwei Videothekenangestellten, die die Klassiker nachdrehen.

Der trottelige Jerry (Jack Black) wird bei einer Sabotageaktion in einem Kraftwerk auf seltsame Weise magnetisiert. Kaum, dass er seinen besten Kumpel Mike (Mos Def) besucht, löscht er unabsichtlich sämtliche Bänder in dessen alter Videothek. Als eine Stammkundin unbedingt “Ghostbusters” sehen will, drehen die beiden den Film kurzerhand selbst nach. Das Ganze bleibt kein Einzelfall und plötzlich sind die mit Hausmitteln produzierten Filmklassiker schwer gefragt…

Exzentrische Avantgarde-Komödien sind sein Spezialgebiet: Und so überrascht der französische Künstler Michel Gondry (“Science of Sleep”) abermals mit einem ausgefallenen Kreativ-Ulk, wenn Komiker Jack Black Filme wie “König der Löwen” oder “RoboCop” neu dreht.

Der auf einem Schrottplatz hausende Nerd Jerry und der nuschelnde Mike arbeiten in der Videothek des alten Mr. Fletcher. Als der nicht da ist, löscht Jerry unabsichtlich alle Videobänder nachdem er beim Versuch das Elektrizitätswerk zu sabotieren, von einem Stromschlag getroffen worden ist. Als Stammkundin Falewicz “Ghostbusters” anfordert, drehen Jerry und Mike kurzerhand ein “Remake”.

Der auf einem Schrottplatz hausende Nerd Jerry und der nuschelnde Mike arbeiten in der Videothek des alten Mr. Fletcher. Als der mal nicht da ist, löscht Jerry unabsichtlich alle Videobänder, nachdem er beim Versuch das Elektrizitätswerk zu sabotieren von einem Stromschlag getroffen worden ist. Als Stammkundin Falewicz “Ghostbusters” anfordert, drehen Jerry und Mike kurzerhand ein “Remake”. Mit erstaunlichem Erfolg: Bald finden wider Erwarten Dutzende dieser Kurzfilme rasante Nachfrage in der Nachbarschaft.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bei Michel Gondry kann alles passieren. Wirklich alles! Diese Regel muss man im Hinterkopf haben, wenn man einen Film von ihm sieht. Ein magnetisierter Jack Black? Ein Remake von "2001" für 5 Dollar? Alles machbar, nichts ist unmöglich. Wichtig ist nur, sich auf den eigenen Ideenreichtum zu verlassen und sein eigenes Ding zu drehen – im wahrsten Sinne des Wortes.

    Nach der traumverlorenen Liebesgeschichte "Science of Sleep" widmet sich Michel Gondry in "Abgedreht" einer Hommage an das gute alte Videotape, das es so eigentlich kaum noch gibt. Jenseits millionenschwerer Produktionen entdecken seine Helden die Liebe zum Filmdreh neu und beweisen dabei, dass man mit Einfallsreichtum viel weiter kommen kann als mit Geld.

    Wer braucht schon realitätsnahe Stunts und teure CGI-Effekte? Für einen fantasiebegabten Zuschauer kann auch eine glitzernde Girlande an einer Angel ein Ionenstrahl sein und genau genommen genügt auch ein Kinderzimmerteppich, um eine schwindelerregende Actionszene zu drehen. Mit gleichermaßen simplen wie genialen Tricktechniken kennt sich Gondry aus, das weiß man spätestens seit "Science of Sleep".

    Und so sind auch die Szenen, in denen Jerry und Mike ihre Filme drehen die unterhaltsamsten des Films. Dabei wird man das Gefühl nicht los, dass Jack Black und Mos Def einen Heidenspaß haben, wenn es darum geht, mit Hilfe von Baustellenschrott und Küchenutensilien in die Rollen von "Robocop" bis "König der Löwen" zu schlüpfen.

    Im Hintergrund wird dabei die Geschichte eines optimistischen Kleinunternehmers erzählt, der vergeblich versucht, gegen neue Entwicklungen anzusteuern. Massenkompatibles Filmgut hat auch die Bewohner Passaics fest im Griff. In der Videothek stehen in erster Linie Klassiker des Mainstream, die den enormen Vorteil haben, dass man sie so gut kennt, dass sie sich leicht aus dem Gedächtnis heraus in wenigen Minuten nachdrehen lassen.

    Gondry lässt seine Figuren aber eine erfreuliche Entwicklung durchmachen. Nachdem sie zunächst eifrig die Vorlagen anderer Regisseure imitiert haben, werden sie plötzlich gezwungen, eigene Ideen zu entwickeln. Und siehe da, es funktioniert! Denn nicht im Remake liegt die Kraft, sondern im Erschaffen von Neuem. Und damit in der Entdeckung der ureigenen Kreativität.

    Fazit: Eine Hommage auf die gute alte VHS-Kassette und ein rebellisches Aufbegehren gegen den Perfektionswahn millionenschwerer Hollywood-Produktionen.
  • Anheimelnde Komödie um Jack Black als filmbegeisterten Videoclerk, der aus purer Not gelöschte Filme eigenhändig neu dreht und damit ein ganzes Stadtviertel begeistert.

    Ein skurriles Feel-Good-Movie für Filmfans ist dem ungebrochen kreativen Michel Gondry gelungen. Noch jedes seiner Werke beschritt vollkommen eigene Wege. So auch diesmal, wenn der Franzose seine erste reinrassige Komödie verantwortet und sich von den Komplexen aus “Science of Sleep” löst, nicht aber von seiner ungeheuren Fantasie. Die bildet einen reizvollen Kontrast zur schäbig-ärmlichen Realität, in der die Videothek des liebenswerten, aber wenig geschäftstüchtigen Mr. Fletcher (Danny Glover) steht. Gondry lässt Glover für alten Jazz und Stummfilme schwärmen, wie ein verschrobener Alfredo in “Cinema Paradiso”, besingt aber nicht die Magie vom großen Kino, sondern vom jüngst ausgeschiedenen Format VHS und vom Do-it-Yourself-Filmemachen.

    Eine Hommage ans Vergangene und Kleine, das wunderbar spinnert rüberkommt, perfekt verkörpert von Jack Black als energiegeladener, auf einem Schrottplatz hausender Nerd Jerry und Mos Def als kaum minder abgerissener, nuschelnder Ladengehilfe Mike. Nachdem Jerry ein Elektrizitätswerk sabotiert und ihn ein Stromschlag magnetisiert, löscht er unabsichtlich alle Videobänder in dem kümmerlichen “Be Kind Rewind”-Laden. Inhaber Fletcher ist gerade verreist, Kundin Falewicz (Mia Farrow) fordert “Ghostbusters” an, Mike hat ein Problem – das er per Geistesblitz löst: Er dreht mit Jerry ein 20-minütiges “Remake”. Mit erstaunlichem Erfolg: Bald finden wider Erwarten Dutzende dieser Kurzfilme rasante Nachfrage in der Nachbarschaft, die junge Alma (Melonie Diaz) komplettiert das Trio und die Einnahmen sprudeln.

    Gondry schlägt einen warmherzigen Ton an und setzt auf wohldosierten Slapstick, Chaos und gute Laune, ohne seinen Pointen die Schärfe zu nehmen. Zugleich wirft er Streiflichter auf Showbiz und Starruhm, feiert den Herzblut-Charme von Homemade-Filmen und verdammt seelenlose Blockbuster, lässt Sigourney Weaver exemplarisch als Copyright-Anwältin der Studios Kassetten einstampfen. Als Rahmen dient nicht nur die Konfrontation von aseptischer DVD-Moderne und wohlig gammeliger VHS-Vergangenheit, von lebenswerten Altbauten und keimfreier Stadtneuplanung; vor allem vernichtet kaltschnäuziger Konzernkapitalismus mit seinem Geschäftsgebaren die wahre Cinephilie – was zu einem großen Finale von fast schon capraesker Sozialromantik führt. Der Abschlussfilm der Berlinale ist eine vortreffliche Liebeserklärung (nicht nur) an ein überlebtes Medienformat, glänzt neben Einfallsreichtum durch famosen Witz (die Tarnanzüge!) und einer gleichwertigen Riege starker Darsteller, die einem rasch ans Herz wachsen. tk.

Darsteller und Crew

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