A Nightmare on Elm Street (2010)

A Nightmare on Elm Street Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

A Nightmare on Elm Street: Neuauflage des Horrorklassikers von 1984 über den Mörder Freddy Krüger, der eine Gruppe Jugendlicher über ihre Träume verfolgt.

Eine Gruppe von Vorstadtjugendlichen wird in ihren nächtlichen Träumen von dem entstellten Mörder Freddy Krüger heimgesucht. Was sie dort erleben, wirkt sich aber nicht nur auf ihre Träume aus: Wenn sie aufwachen, haben sie Verletzungen. Solange sie wach bleiben, können sie einander beschützen, doch sobald sie einschlafen, befreien sie das Monster, dessen Markenzeichen Verbrennungsmale im Gesicht und eine aus Klingen bestehende Hand sind. Gemeinsam suchen sie nun nach einer Möglichkeit, Freddy Krüger zu bekämpfen und dem Albtraum ein Ende zu bereiten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In letzter Zeit finden immer mehr Horrorklassiker in einer Neuauflage den Weg zurück auf die Kinoleinwand. Mal mit mehr („The Last House On The Left“), mal mit weniger Erfolg („The Stepfather“). Keine große Überraschung also, dass auch dem rot-grün gestreiften Strickpullover wieder neues Leben eingehaucht wird. Mit seinem Kinodebüt liefert der preisgekrönte Musikvideo- und Werbespot-Regisseur Samuel Bayer ein Remake des gleichnamigen Überraschungserfolgs von 1984 aus der Feder von Wes Craven. Der Grundplot ist derselbe, nur ein paar Details hier und da wurden verändert beziehungsweise aktualisiert.

    Die größte Änderung betrifft Freddy Krueger selbst: In der kompletten Original-“Nightmare on Elm Street“-Reihe verkörperte Robert Englund (Fans werden ihn vermissen) den grausamen Traumwandler. In der Version von 2010 trägt Freddy Krueger das verbrannte Gesicht von Jackie Earle Haley. Und natürlich hat Haley versucht, dem neuen Freddy eine eigene Note zu verleihen – weniger wahnsinnig, aber genauso blutrünstig. Der schwarze Humor, der vor allem in den Sequels von Craven nicht immer funktionierte, wurde ebenfalls beibehalten.

    Die Teenager, die um ihren Schlaf und im Schlaf um-gebracht werden, haben immer noch nichts gelernt – das heißt, eigentlich hat dieser Genration noch niemand beigebracht, wie man sich in einem Horrorfilm zu verhalten hat, wenn man überleben will. Deshalb rennen die Kids wieder Treppen hoch, glauben mit Sätzen wie „Ich komm gleich wieder“ die Wahrheit zu sagen und lassen sich nachts allein im Auto sitzen. Irgendwie ist es beruhigend, dass sich auch für die Twilight-Generation die „Regeln“ nicht grundlegend geändert haben. Nancy und ihre Clique bleiben als Figuren leider nur Schablonen: Da wäre das Blondchen Kris (Katie Cassidy) mit dem klassischen Auftritt im knappen Höschen und ihr neuer Freund Dean (Kellan Lutz), der mit seinem Dreitagebart wohl den Badboy darstellen soll. Dann noch die Außenseiterin Nancy, die das zum Glück selbst von sich behauptet, sonst würde man es nicht erkennen und natürlich der schüchterne Quentin, der angeblich schon jahrelang irgendwelche verschreibungspflichtigen Aufputschmittel nimmt, ohne dass man je erfahren würde, warum. Und natürlich werden sie allesamt von attraktiven, aber noch recht unbekannten Schauspielern dargestellt, von denen manche allerdings nicht mehr glaubwürdig als Highschool-Schüler durchgehen. Aber wer weiß, vielleicht befindet sich ja ein zweiter Johnny Depp unter ihnen.

    Große Überraschungen hält diese Neuauflage jedenfalls nicht bereit. Klar zuckt man ein, zweimal zusammen, wenn Freddy plötzlich auftaucht, aber Bayer hält sich zu sehr an bestens bekannte Motive, wie das Mädchen, das wie von Geisterhand in Liegeposition vom Bett bis unter die Decke gehoben und dann durchs ganze Zimmer geschleudert wird, anstatt neue Schockmomente zu kreieren. Auch die Welt von Freddy Krueger hat sich seit 1984 nicht wirklich verändert. Eine Hölle aus endlosen Heizungskellergängen, überall lodert Feuer, das die Luft zum Atmen nimmt. Aber welche anderen Bilder sollte man auch finden? Ulkig ist auch, dass sich die Albträume wie ein Virus verbreiten: Kaum spricht man drüber, ist der nächste dran!

    Immerhin, die Drehbuchautoren Wesley Strick und Eric Heisserer rücken Freddys Verbrechen deutlicher in den Vordergrund. Auch in dieser Version wird es zwar nicht beim direkten Namen genannt, aber ohne Zweifel ging es nicht ausschließlich – beziehungsweise gar nicht um Mord an kleinen Kindern. Die beiden bringen Freddys Treiben geschickt mit der Sage des Rattenfängers von Hameln in Verbindung, der von den Bürgern der Stadt betrogen, deren Kinder entführt, und bringen so die Idee auf, es könne sich damals um einen schrecklichen Irrtum gehandelt haben.

    Richtig makaber hingegen ist der Abspannsong „All I Have To Do Is Dream“

    Fazit: „A Nightmare on Elm Street“ ist zwar keine Neuerfindung des Horrorgenres, aber es wird Zeit, dass auch die nächste Generation mit einer schmerzlichen Wahrheit konfrontiert wird: „Wenn du im Traum stirbst, stirbst du auch in Realität!“
  • Freddy Krueger fährt seine scharfen Krallen nach ein paar Jahren Ruhepause für den nunmehr neunten Teil bzw einem Reboot des 1984 von Wes Craven ins Leben gerufenen Horrorfranchise aus.

    Anno 1991 war der ikonische Messerkrallenkiller in “Freddys Finale” angeblich zum letzten Mal gesichtet worden. 1994 inszenierte Craven selbst “Freddys New Nightmare” und 2003 konfrontierte Freddy Jason in “Freddy Vs. Jason”. Doch die Story geht weiter, genauer gesagt erfährt sie vom Produzententeam um Michael Bay, das bereits für die geschniegelten Neuauflagen von “Freitag der 13.” Und “Texas Chainsaw Massacre” verantwortlich zeichnete, einen Reboot. Einen endgültigen Schlussstrich zog hingegen Freddy-Darsteller Robert Englund, der nun von Charakterschauspieler Jackie Earle Haley (der enigmatische Rorschach aus “Watchmen – Die Wächter”) ersetzt wurde. Der brandvernarbte Bösewicht erhielt zudem unter dem Drehbuchautoren-Team Wesley Strick (“Kap der Angst”) und Eric Heisserer eine Charakterveränderung, die ihn vom sarkastisch witzelnden Kindermörder zum abscheulichen Kinderschänder macht. Anflüge von Humor werden dadurch bereits im Keim erstickt. Ansonsten orientiert sich die Story am Original. Regie führt der ehemalige Musikvideofilmer Samuel Bayer (unter anderem für Nirvana), der sich für sein Filmdebüt strikt an Genrekonventionen hält und sich visuell ebenfalls vorwiegend vom Erstling inspirieren lässt.

    Der Prolog entfaltet sich so nach alt gewohntem Schema, in dem einer beliebig austauschbaren Figur unvermutet blutig-brutal der Garaus gemacht wird. Zeugin, wie sich ihr unter Schlafentzug leidender Schuldfreund in einem Diner scheinbar selbst die Kehle durchschneidet, wird die hübsche Kris. Sie leidet ebenfalls unter Visionen eines garstigen Schlitzebuben, der ihr mit seinen Mörderkrallen an die Wäsche gehen will. Alsbald gelingt ihm dies auch und als Protagonisten kristallisieren sich daraufhin die künstlerisch veranlagte Nancy und ihr Klassenkamerad Quentin heraus. Sie kommen einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur und erkennen nach weiteren Morden, dass Angriff die beste Verteidigung und ihr einziger Ausweg ist. Wie immer gilt es dabei, um keinen Preis einzuschlafen.

    Fans des Franchise werden etliche Freddy-Highlights der Vergangenheit wieder erkennen, wie etwas die Badewannen-Szene oder den elastischen Wanddurchdruck des Kultkillers. Daher drängt sich auch unweigerlich der Eindruck auf, dass es an eigenen Einfällen fehlt und lediglich ein cineastisches Frankenstein-Flickwerk kreiert wurde. Das neue Genrepublikum wird sich daran nicht stören und alte Fans werden von nostalgischer Neugier getrieben Interesse zeigen. Schlaflose Nächte vor Schock und Spannung braucht allerdings keiner zu fürchten. ara.
  • Nicht blutarm, aber seelenlos: Das Freddy-Remake zeigt zu keiner Sekunde frische Ansätze und darf damit unter "Braucht man nicht" abgeheftet werden.
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