A Most Violent Year (2014)

A Most Violent Year Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

A Most Violent Year: Souveräner Großstadtthriller über einen Jungspediteur im New York des Jahres 1981, dem ein Konkurrent mit allen Mitteln die Hölle heiß macht.

Im New York des Jahres 1981 steht Jungspediteur Abel Morales vor der Erfüllung seiner Träume: Er hat sich als Immigrantensohn hochgearbeitet, ohne sich die Hände schmutzig zu machen – obwohl er mit Anna die Tochter eines stadtbekannten Gangsters geheiratet hat. Nun erhält er den Zuschlag für ein Grundstück direkt am Hafen, das ihm einen entscheidenden Vorteil verschaffen würde – wenn er das Geld rechtzeitig aufbringt. Doch ein Unbekannter greift regelmäßig Lastwägen seiner Flotte an und versucht Abel in die Knie zu zwingen.

Einem Jungspediteur im New York des Jahres 1981 wird von einem Konkurrenten mit allen Mitteln die Hölle heiß gemacht. Fantastischer Großstadtthriller von J.C. Chandor, der an Filme von Sidney Lumet und Sydney Pollack erinnert.

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Kritikerrezensionen

  • J.C. Chandor liebt das Sezieren menschlicher Abgründe. In seinem Debüt „Der große Crash – Margin Call“ widmete sich der Filmemacher mit Leib und Seele den Opfern der Wirtschaftskrise und sein Schiffbruch-Drama „All is Lost“ wurde zu einem Symbol für die Einsamkeit, der die Menschen heutzutage weltweit ausgesetzt sind. Robert Redford lieferte darin eine beinharte One-Man-Show ab, der im Angesicht seines nahenden Todes mit seinen eigenen Dämonen konfrontiert wird. Chandors neuestes Werk „A Most Violent Year“ passt also wie die Faust aufs sprichwörtliche Auge, wenn es darum geht, die bekannten Stilelemente des Regisseurs einmal mehr hervorzuheben. Seine schicksalhafte Erzählung über die Machenschaften eines am Rande der Legalität kratzenden Ehepaares ist vielleicht nicht ganz so böse wie „Der große Crash“ und nicht annähernd so intensiv-bedrückend wie das Katastrophendrama „All is Lost“, doch in Sachen Atmosphäre macht dem preisgekrönten Regisseur und Drehbuchautor auch diesmal keiner etwas vor. Mit einem genauen Auge für die Besetzung und einer stilsicheren Inszenierung eines schwerwiegenden Zeitalters begibt sich Chandor auf die Straßen eines brutalen Molochs und lässt das Publikum direkt an der Frage teilhaben, was Gut und was Böse ist.

    Die Frage nach der sogenannten Grauzone – also dem Bereich, wo sich Legalität und Illegalität gegenseitig den Rang abzulaufen versuchen – ist in „A Most Violent Year“ allgegenwertig. Das fängt schon bei der Figurenzeichnung an. Neben den beiden Hauptdarstellern Jessica Chastain („Interstellar“) und Oscar Isaac („Inside Llewyn Davis“), deren Performance jederzeit von einer immensen Wucht geprägt ist, findet sich in „A Most Violent Year“ nicht eine Figur wieder, die sich auf eine einfältige Skizzierung herunterkürzen lässt. Die banale Äußerung, dass hier so ziemlich jeder Dreck am Stecken hat, trifft zu und ist vielleicht sogar noch untertrieben. J.C. Chandor legt es nicht darauf an, mit vermeintlichen Charakterbrüchen zu provozieren. Viel lieber hinterfragt er das Äußere, lässt den Zuschauer lange in der Schwebe über die wahren Beweggründe diverser Figuren und schafft so ein stetes Gefühl von Unbehagen. Die Unberechenbarkeit seines Films macht ebenjenen zu einem Highlight des modernen Film Noirs, denn mit Anleihen an diverse Klassiker dieser anspruchsvollen Abkopplung des Thriller-Genres begeht Chandor einen mutigen Weg, diese tot geglaubte Filmsparte wieder zu neuem Leben zu erwecken.

    Dazu gehört jedoch auch jede Menge Leerlauf und gerade dieser ist in einigen Szenen kurz davor, „A Most Violent Year“ das Genick zu brechen. Die Laufzeit von rund zwei Stunden fordert vom Publikum viel Sitzfleisch, ist nichts für Zuschauer, die sich spontan für den Genuss derartigen Stoffes entscheiden und erwartet zudem eine gewisse Bereitschaft, dem unkonventionellen Kino offen gegenüber zu stehen. Kurzum: „A Most Violent Year“ ist mit Ausnahme einer stylisch inszenierten Verfolgungsjagd kein Ereigniskino und setzt selbst Plot-Twists äußerst behutsam in Szene. Für längliche Dialoge sollte der Zuschauer also empfänglich sein. Dann steht einem spannenden Filmerlebnis jedoch absolut nichts im Wege.

    Fazit: „A Most Violent Year“ ist eine suspensehaltige Hommage an den Film-Noir und trumpft mit zwei großartigen Hauptdarstellern auf. Mithilfe eines bedrückenden Settings, das durch eine noch viel bedrückendere Kameraarbeit in Szene gesetzt wird, kreiert Regie-Wunderkind J.C. Chandor ein beklemmendes Filmerlebnis mit Anspruch, das durch seine zeitlose Inszenierung die Chance hat, auch in einigen Jahren die Aktualität der damaligen Zeit nachvollziehbar wiederzuspiegeln.
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  • Im New York des Jahres 1981 steht Jungspediteur Abel Morales vor der Erfüllung seiner Träume: Er hat sich als Immigrantensohn hochgearbeitet und mit Anna die Tochter eines stadtbekannten Gangsters geheiratet. Nun erhält er den Zuschlag für ein Grundstück am Hafen, das ihm einen entscheidenden Vorteil verschaffen würde – wenn er das Geld rechtzeitig aufbringt. Doch ein Unbekannter greift Lastwägen seiner Flotte an und versucht Abel in die Knie zu zwingen. Souverän knüpft J. C. Chandor in seinem dritten Film an das erwachsene Genrekino der frühen Achtzigerjahre an, elegante, unprätentiöse Großstadtfilme über Männer in moralisch kompromittierenden Situationen. Oscar Isaac ist Weltklasse, Jessica Chastain – wie immer – ebenso.

    Fazit: Fesselnder Thriller aus dem pulsierenden New York der 80-er Jahre.
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Darsteller und Crew

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