8 Blickwinkel (2007)

Originaltitel: Vantage Point
8 Blickwinkel Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 3
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

8 Blickwinkel: Atemloser Actionthriller, der aus den Perspektiven von acht Figuren die Hintergründe eines Attentats auf den US-Präsidenten zusammensetzt.

Die beiden Secret Service Agenten Barnes (Dennis Quaid) und Taylor (Matthew Fox) müssen den amerikanischen Präsidenten Ashton (William Hurt) bei einem wegweisenden Gipfelgespräch zum Krieg gegen den Terror schützen. Doch kaum setzt der Präsident seinen Fuß auf spanischen Boden, wird er von einem Attentäter vor den Augen einer Menschenmenge erschossen. Darunter Tourist Lewis (Forest Whitaker), der den Anschlag auf Video filmt und TV-Reporterin Rex (Sigourney Weaver).

Aus insgesamt acht verschiedenen Blickwinkeln beschreibt der atemlose, erstklassig besetzte Thriller von Pete Travis (“Omagh”) die Ermordung des US-Präsidenten. Acht anwesende Personen – vom Agenten bis zum Terroristen – erleben die schicksalsträchtigen Minuten.

Als US-Präsident Ashton bei einer Rede zur Terrorismusbekämpfung auf einem Platz im spanischen Salamanca von Schüssen niedergestreckt wird, denen kurz darauf eine Bombenexplosion folgt, muss Secret Service Agent Barnes reagieren. Blitzschnell sortiert er das Chaos, bekommt von einem Touristen und einem TV-Team Hinweise auf die Täter, deren Verfolgung er aufnimmt. Doch er ahnt nicht, dass der Terror erst begonnen hat.

Als US-Präsident Ashton bei einer Rede zur Terrorismusbekämpfung auf einem Platz in Salamanca von Schüssen niedergestreckt wird, denen kurz darauf eine Bombenexplosion folgt, muss der erfahrene Secret-Service-Agent Barnes reagieren. Blitzschnell sortiert er das Chaos und bekommt von einem Touristen und einem TV-Team Hinweise auf die Täter, deren Verfolgung er aufnimmt. Weder kann er zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass da nur ein Double des Präsidenten auf der Bühne stand, noch hat er einen Schimmer, dass der Terror erst begonnen hat.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Kernidee von "8 Blickwinkel" ist nicht die schiere Handlung, sondern das "Wie" des Erzählens. Die Minuten vor, während und nach dem Anschlag präsentiert der Film aus unterschiedlichen Perspektiven – angefangen aus der Sicht der TV-Zentrale, was (noch) hoch effektiv, packend und als Ausgangspunkt logisch gewitzt ist. Nur schafft es Regisseur Peter Travis und Drehbuchautor Barry L. Levy nicht, das durchzuhalten. Das Problem: Der Film krankt an den eignen Regeln, die er nicht recht beherrscht und an die er sich freilich selbst nicht wirklich halten mag. Schließlich: je mehr sich die Geschichte entspinnt, desto doofer wird sie.

    Natürlich ist es schwierig, den Plot zu kritisieren, ohne die Wendungen zu verraten. Tatsächlich aber bietet "8 Blickwinkel" letztendlich eine Mischung aus "24" und "Lost", die des einem seine Gehetztheit samt überzogener, unlogischer Wendungen und Ideen mit der Vielseitigkeit des anderen mischt (wofür "Lost"-Star Matthew Fox herhält). Ohne freilich als 90-Minuten-Film keine notwendigen Erzählbedingungen erfüllen zu können.

    So fehlt in der Menge der Figuren die Zeit, sie richtig einzuführen und irgendwie interessant zu machen. Einzig bei dem Agenten Barnes kann durch wenigen Strichen und dank der Besetzung mit Dennis Quaid der kaputte Leibwächter halbwegs spannend gemacht werden. Doch schon für Forest Whitaker als Touristen bleiben nur kurzem schwerverdaulich Klischees. Ganz zu schwiegen von den "Bösen". Bisweilen dumme Dialoge erklären dem Zuschauer noch mal extra, was es wie zu verstehen gibt, wie auch das "Zurückspulen" vor jeder neuen Episode wenig Vertrauen in die Intelligenz des Publikums beweist.

    Wenn zudem das Komplott sich als wiederum gar kein richtiges erweist, der Film eine Menge lose Enden, Löcher, Übertreibungen und logische Ungereimtheiten aufweist, wartet man lange auf das Puzzle, das einem erst groß angeboten wird und dann doch nur enttäuscht.

    Mehr noch wiegt, dass dieses Puzzle nicht wirklich eines ist: Die vielen Blickwinkel ergeben nicht erst zusammengenommen das ganze Bild. Eher spielt der Film nur halbherzig mit verteilten und verzögerten Informationen – und treibt die Handlung bis zur allzu heilen Auflösung beliebig über den eigentlichen Zeitraum der gepriesen Blickwinkel hinaus.

    Informationen, was Barnes auf den Bildschirmen des Übertragungswagens so schockierendes entdeckt, bleiben uns vorenthalten (obwohl es doch seine Sicht ist), Sigourney Weaver als Producerin spielt nach dem Auftakt gar keine Rolle mehr, und zuletzt wird ein Blickwinkel auf die Vielzahl der Terroristen verteilt (wobei zeitlich denn auch gar nichts mehr passt). Darüber hinaus krankt es an Enge des schönen Schauplatzes: Schon beim ersten Sehen wird klar, wer sich von den meisten Figuren wo in den tragischen Augenblicke der Attentate aufhält (eine Pointe ausgenommen, die leider zu überbordend ist, um Spaß zu machen). Die Folge ist, dass sich bei den erneuten Durchgängen (von Travis ohnehin allzu gleich und allzu "objektiv" gefilmt) vieles wiederholt.

    Damit erweist sich die "8 Blickwinkel" als kaum mehr als das umständliche Erzählen eines überzogenen 08/15-Agenten- und Terroristenthrillers, der – man denke wiederum an "Lost" oder Vergleichbares – in einer (Mini-)Serie seinen eigenen Reiz hätte haben können, z.B. wenn jede Folge einer der Figuren gewidmet wäre.

    So bietet "8 Blickwinkel" zwar eine aufregende Autoverfolgungs-Action, die jedoch (wie auch Atli Örvarssons Musik), sehr an die letzten beiden "Bourne"-Filme erinnert. In Gänze bleibt "8 Blickwinkel" aber kaum mehr als nette und gut gemeinte, leider aber fade heiße Luft.

    Fazit: Der (angeblich) aus 8 Perspektiven erzählte Thriller um einen Präsidentenanschlag entpuppt sich trotz Starbesetzung als überzogener und oberflächlicher "Lost"- und "24"-Verschnitt, der seiner eigenen Idee leider nicht gerecht wird.
  • Atemloser Thriller, der das Rätsel um einen Terroranschlag durch ein Acht-Perspektiven-Puzzle löst und dabei dem Spannungskonzept des TV-Hits “24″ folgt.

    Das “Rashomon”-Rezept, ein Ereignis aus der Sicht mehrerer Figuren zu beleuchten und dabei die Wahrheit herauszufiltern, wurde zuletzt in den Dienst etwas schleppend erzählter Militärdramen wie “Basic” oder “Mut zur Wahrheit” gestellt. Das Kinodebüt von Regisseur Pete Travis und Autor Barry L. Levy aber nutzt den Replay als reinen Spannungsverstärker für einen Actionthriller unter Überdruck. An einem von Gebäuden eng eingerahmten Platz im spanischen Salamanca soll US-Präsident Ashton (William Hurt) eine Rede halten. Als Schüsse fallen und Ashton zu Boden geht, entsteht Panik in der Menge. Kurz darauf gibt eine Bombenexplosion dem Anschlag ein noch blutigeres Gesicht. An dieser Stelle zappt der Film erstmals 20 Minuten zurück, wechselt vom Blickwinkel eines TV-Teams in einem Ü-Wagen zu dem eines Secret-Service-Agenten (Dennis Quaid). Er hat dem Präsidenten bei seinem letzten Einsatz das Leben gerettet, ist erstmals wieder im Dienst, wird emotional entfesselt das Chaos ordnen und die Täter jagen. Hilfestellung leistet ein US-Tourist (Forest Whitaker in einer raren Actionrolle), der mit seiner Kamera das Attentat wie auch die anschließende Verfolgungssequenz dokumentiert. Er wird ein Kind retten, das eine Schlüsselrolle im frenetischen Actionfinale auf den Straßen Salamancas spielt. Während der Film auch die Perspektiven der Täter einnimmt, enthüllen sich puzzleartig deren ganze Absichten. Obwohl weit entfernt von jeder Art Botschaftskino, legt Travis’ Thriller Amerikas Wunsch nach einem Führungs- und Strategiewechsel offen, selbst wenn der besonnene Präsident kurzfristig den Actionhelden gibt. Für den Rest der Laufzeit übernimmt Dennis Quaid im rücksichtslosen Jack-Bauer-Modus diese Rolle und jagt motorisiert die Täter. Die Intensität des Serienvorbilds “24″ kann Travis hier durchaus reproduzieren, finalisiert jeden Flashback mit einem Cliffhanger, lässt die hyperaktive Kamera Dinge entdecken, die nur die Figuren sehen können, womit die Neugier des Zuschauers erhalten bleibt. Knackig auf 90 Minuten komprimiert, ist “8 Blickwinkel” keinen tiefgründigen Inhalten oder Gefühlen, sondern der Inszenierung des Chaos verpflichtet, ohne dabei den Zuschauer zu überfordern. kob.

Darsteller und Crew

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