5 Zimmer, Küche, Sarg (2014)

Originaltitel: What We Do in the Shadows
5 Zimmer, Küche, Sarg Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.7

Filmhandlung und Hintergrund

5 Zimmer, Küche, Sarg: Schräge Pseudodokumentation über die Alltagsprobleme einer neuseeländischen WG von Vampiren.

So ein WG-Leben ist kein Zuckerschlecken und das müssen auch die Vampire in der Mockumentary „5 Zimmer Küche Sarg“ feststellen, in der die Macher von „Flight of the Conchords“ einen Blick auf moderne Vampire und ihr Leben in der heutigen Zeit werfen.

Die Truppe Viago (Taika Waititi) mit stolzen 379 Jahre auf dem Buckel, Deacon (Jonathan Brugh) mit 183 Jahren und Vladislav (Jemaine Clement) als ältester mit 862 Jahren, machen sich ein tolles Leben in ihrer barocken Altbauvilla im neuseeländischen Wellington. Alle setzen sich vor die Kamera und berichten freimütig aus ihrem Leben und welche Gepflogenheiten in dieser ältesten Wohngemeinschaft der Welt so vorherrschen. So kommt es wie in jeder guten WG natürlich auch mal zu Konflikten, denn den Abwasch macht natürlich niemand gerne, doch irgendwer muss es ja tun.

Als Belohnung für die anstrengenden Tage feiern die Vampire immer ausufernde Partys am Abend, bei der es natürlich auch das ein oder andere Mal ziemlich blutig werden kann. Mit dabei ist natürlich immer das Film-Team, das die Vampire bei ihren nächtlichen Ausflügen in Clubs begleitet, wo sie sich nicht nur mit Werwölfen in die Haare bekommen, sondern auch ihre Kontakte pflegen und nach blutigem Nachschub Ausschau halten.

Außerdem sind die Vampire auch bei den Menschen sehr gern gesehene Gäste, denn viele Sterbliche sind bereit eine Menge aufzugeben, um einmal von ihnen gebissen zu werden und dafür auf immer jung zu bleiben. Das wissen die Vampire natürlich und nutzen diesen Drang der Menschen gnadenlos aus. „5 Zimmer Küche Sarg“ funktioniert somit auch als ironischer Blick auf unsere Gesellschaft.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Vampir Mitbewohner dieser Vampir WG Mockumentary scheinen Gewohnheits-Tiere sein, in Wahrheit sind sie aber einfach nur sehr langsam. Beim Versuch, etwas auf ebay zu ersteigern ("do my dark bidding"), müssen sie sich ganz auf ihre beschränkte Intelligenz und menschliche Bedienstete verlassen. Deshalb ists auch nur folgerichtig, dass sie nun in einer "Real Life" Sitcom mitspielen. Die Hauptpersonen kommen definitiv nicht aus unserem Jahrhundert: Ihre Art zu gehen, ihr harter Akkzent, ihr Kleidungsstil sind nicht von dieser Welt - und daraus resultieren die meisten der Gags, welche die Neuseeländer Regisseure/Schauspieler Jemaine Clement und Taika Waititi hier vorführen. What We Do In The Shadows ist ein kluges und schön gemachtes B-Movie! Wir erleben die sozialen Probleme des WG Lebens: Wie macht man sich zurecht für den Club abends, wenn man doch kein Spiegelbild wirft? Ein nettes Dinner endet als Blutbad, weil Viago (der WG Dandy) die Halsschlagader seines weiblichen Opfers trifft. Der beschränkte Hipster Nick schliesslich lässt die Vampire im Internetzeitalter ankommen: Auf youtube sehen sie sogar zum ersten Mal einen Sonnenaufgang. Viele Szenen sind wunderbar gelungen und funktionieren mit genau diesem Humor, der einen peinlich berührt (so dass man regelrecht mit leidet!). Ich finde, man merkt auch, wieviel Spass das Team bestimmt hatte beim Dreh! Die Chemie der Figuren untereinander, ich kann sie gar nicht übertrieben genug loben! So oder so, es braucht eine ganze Menge Talent, dermassen dümmlich zu wirken wie diese WG!
  • Vladislav, Viago, Deacon und Petyr leben seit Jahrhunderten in Wellington in einer Vampir-WG, die ihre ganz eigenen Probleme mit sich bringt. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Suche nach menschlichen Opfern, deren unkoordiniertes Ausbluten oft Debatten über Sauberkeit auslöst. Schwierigkeiten bereitet auch WG-Neuling Nick, der seine Klappe über sein neues, cooles Vampirdasein nicht halten kann und damit ungebetene Gäste ins Haus bringt. Aus Neuseeland kommt eine schräge Pseudo-Dokumentation, die den Alltag einer Vampir-WG begleitet – mit direkter Zuschaueransprache und einem Humor, der zwischen harmlos-albern, absurd-komisch und bissig-witzig wechselt und mit lakonischem Witz und Charme punktet.

    Fazit: Schräger Vampir-Spaß: Blutsauger-Alltag in der Hobbit-Heimat.
  • In ihrer ersten gemeinsamen Regiearbeit "5 Zimmer, Küche, Sarg" (Originaltitel "What We Do in the Shadows") porträtiert das neuseeländische Duo Taika Waititi und Jemaine Clement eine schräge Vampir-WG als Mockumentary auf Doku-Soaps und Gruselschocker. Zwischen parodistischen Genreanspielungen, dramatischen Rückblenden und zahlreichen "Running Gags" gelang den Machern eine witzige Farce, die ihre Charaktere trotzdem immer ernst nimmt. Der Nebenplot um den pedantischen Blutsauger Vigao, gespielt von Taika Waititi selbst, und der Suche nach seiner verflossenen Liebe zu Anfang des 20. Jahrhunderts bringt einige tragische Momente ein, die jedoch nicht überstrapaziert werden.

    Als Soloregisseur zeigte sich Waititi mit Coming-of-Age-Tragikomödien wie "Eagle vs. Shark" oder dem Festivalhit "Boy" international durchaus erfolgreich. Mit Clement als Hälfte des Musik-Comedy-Duos "Flight of the Conchords" arbeitete er schon an der gleichnamigen, kurzlebigen HBO-Serie zusammen. Gemeinsam mit Freunden entwickelten Clement und Waititi, verantwortlich für Regie, Drehbuch, Hauptrolle und Produktion, eine schräge Fake-Doku über die Tücken des unsterblichen Daseins. Tempo und Witz vermögen sie bis zum Ende zu halten, obwohl das letzte Drittel etwas ernstere Züge anschlägt.

    Neu ist die Idee eines dokumentarischen Vampir-Porträts, bei dem gelegentlich auch ein Kurzifix tragendes Crewmitglied zu Schaden kommt, keineswegs. "Dogma"-Spezialist Vincent Lannoo ("In The Name of the Son") parodierte seinen eigenen "Real Life"-Duktus mit der Satire "Vampires" (2010), bei der die Gags allerdings gegen Ende zunehmend spärlicher ausfielen. Weitaus versierter gehen Clement & Waititi in dem Hit des Fantasy Filmfests vor, dem man seinen Improvisationsansatz nicht anmerkt. Immerhin konnte man aus über 100 Stunden Material auswählen. Bekannte wie IT-Spezialist Stu Rutherford, der sich gewissermaßen selbst verkörpert, wurden kurzerhand eingebaut und lieferten den Grundstein für neue Pointen.

    Neben Genreverweise von "Nosferatu" bis zu "Twilight" und historischen Anspielungen, etwa auf die Nazizeit, entwickelt sich der Humor aus dem Zusammenprall unvereinbarer Exzentriker sowie aus dem Kontrast von dekadenter Tradition und Moderne. In der Welt von Diskotheken, Internet und Computertechnologie müssen die überforderten Nachtgeschöpfe dauerhaft anecken. Zahlreiche Konflikte und Eigenarten des WG-Lebens lassen sich wiedererkennen – nur auf eine übersinnlichere, blutigere Ebene gebracht, bei der menschliche Wesen schon einmal als WG-Futter enden können. Selbst ein ergebener Adlatus darf in Form einer frustrierten Hausfrau und Mutter nicht fehlen, die von ihrem Meister Deacon mit dem Versprechen von Unsterblichkeit gelockt, aber immer wieder hingehalten wird. Mit ihrer einfallsreichen Gruselgroteske "5 Zimmer, Küche, Sarg" zitieren Clement und Waititi sowohl Genrebausteine wie sie diese stets ins Absurde führen.

    Fazit: "5 Zimmer, Küche, Sarg" erweist sich als gagreiche Horror-Comedy und Mockumentary, die gleichsam als liebevolle Genre-Hommage funktioniert.
  • Sympathisch-skurrile Mockumentary, allerdings ohne die letzte Konsequenz zum Kultfilm und/oder Klassiker.
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