28 Weeks Later (2007)

28 Weeks Later Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

28 Weeks Later: In der Fortsetzung zu Danny Boyles Horrorfilm "28 Days Later" bricht der besiegt geglaubte Wut-Virus erneut aus - schlimmer und verheerender als zuvor.

Sechs Monate nach Ausbruch des verheerenden Rage-Virus in England hat die Armee die Infizierten gestoppt und in London die Ordnung wiederhergestellt. Einer der ersten bei der Rückbesiedelung ist Don Harris (Robert Carlyle), der seine Frau Alice (Catherine McCormack) im Stich ließ, um sich vor den Zombiehorden zu retten. Als er mit seinen beiden Kindern, der Teenagerin Tammy (Imogen Poots) und dem 12-jährigen Andy (Mackintosh Muggleton) in die Sicherheitszone zieht, bricht das nun mutierte Virus erneut aus. Trägerin der Seuche: Alice.

Turbo-Zombies fallen wieder über die Welt herein im Sequel zu Danny Boyles Untoten-Schocker “28 Days Later”. Diesmal zeigt der Spanier Juan Carlos Fresnadillo, der schon den rätselhaften Thriller “Intacto” schuf, sein Talent für den spannenden, apokalyptischen Horrorstoff.

Sechs Monate sind vergangen, seitdem der Wut-Virus Besitz von Großbritannien ergriffen hat. Der US-Armee ist es gelungen, den Virus zu stoppen, die Ordnung in London wieder herzustellen und die Bewohner in die ausgestorbene Stadt zurückzulassen. Doch unter den Heimkehrern befindet sich ein Einzelner, der den Virus noch in sich trägt und erneut ausbrütet. Als der Virus ausbricht, ist er noch gefährlicher als zuvor. Die Folgen sind verheerend.

Sechs Monate sind vergangen, seitdem der Wut-Virus Besitz von Großbritannien ergriffen hat. Nachdem alle Infizierten tot zu sein scheinen, versucht die US-Armee, das Land aus einer Sicherheitszone in London heraus neu zu bevölkern. Dort arbeitet Don Harris als Hausmeister, der die eigene Frau den Infizierten überlassen hatte, um seine Haut zu retten. Als seine Kinder aus Spanien eingeflogen werden, nehmen seine Schuldgefühle weiter zu. Die Lage eskaliert, als seine Frau lebendig entdeckt wird, obwohl sie den Virus in sich trägt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • "28 Days Later" aus dem Jahr 2002 war der kleine, dreckige Zombie-Schocker aus England, mit dem Regisseur Danny Boyle ("The Beach", "Sunrise") und Autor Alex Garland ("The Beach") das Genre neu belebten. Statt schlurfender Untoter gab es tollwütige Kreaturen, statt gepflegter Bilder schmutzige und wackelige Aufnahmen. Die fingen in London und dem britischen Hinterland den rauen Untergang der Zivilisation verdammt authentisch ein.

    Auch die Fortsetzung "28 Weeks Later" setzt auf das gleiche Szenario und die Vorzüge des Vorgängers. Boyle und Garland haben das Projekt zwar abgegeben, Regie führt der relativ unbekannte Juan Carlos Fresnadillo, aber an Intensität hat der neuerliche Weltuntergang nichts eingebüßt.

    Es ist denn auch weniger direkt neues, was der Film bietet, als der Zugang, den er wählt. Am Anfang geht es noch um ein handfestes Seelendrama: Don und seine Frau Alice verstecken sich mit anderen in einem Cottage, doch als die Zombies sie attackieren, lässt Don die Gattin - notgedrungen - im Stich. Später treffen wir ihn wieder, in einem militärisch abgeschirmten Gebiet Londons, von dem aus die Hauptstadt neu bevölkert werden soll. Sicherheitsschleusen, Scharfschützen auf den Dächern - die Parallelen zum Irak mit seiner "grünen Zone" und dem permanenten Ausnahmezustand ist augenfällig. Fresnadillo und seine Autoren machen den Wahnsinn als Alltag und die Normalität als Perversion mit dokumentarischer Beiläufigkeit erfahrbar. Alfonso Cuarons "Children of Men" (2006) lässt grüßen.

    Dons Gewissens- und Seelendrama, die Nuance und Zwischentöne einer Familientragödie und die politischen Implikationen lässt der Film dann schnell fallen, vielleicht zu leichtfertig. Doch zum einen ist er bis dahin mit erstaunlich wenig Bohai ausgekommen, und was nun folgt, ist die Hölle pur. Auch hier: nichts Neues im Inhalt. Aber wie das Militär schnell die Kontrolle verliert, wie sich die kleine Gruppe der Überlebenden ebenso gegen Soldaten wie rasende Infizierte zur Wehr setzen müssen, hat eine seltene Direktheit und unbarmherzige Schonungslosigkeit.

    Einer der beklemmendsten Momente des Films - vielleicht überhaupt des Kinos der letzten Zeit - ist der Einsatz der Scharfschützen. Die Menschen, unter ihnen Zombies, stürzen in Panik aus dem Haus. Mit Mühe suchen die Snipers die Untoten heraus, versuchen sie aufs Korn zu nehmen. Doch in dem Chaos geht jeder Überblick verloren. Bis schließlich die Order ergeht, jeden zu erschießen.

    "28 Weeks Later", dass ist das Perfide des Films, liefert keine Schurken. Die totale Vernichtung ist eine bittere Notwendigkeit, die Auflösung absolut. Da macht die hektische Handkamera ein seltenes Mal absolut Sinn, weil sie den Zuschauer auch physisch in diese Hölle stößt und ihn die Orientierung verlieren lässt. Gerade wenn einige fast notdürftige Konventionen und Standards des Genres aufblitzen, wird dadurch der Irrsinn nur noch schlimmer: Kleine Strohhalme, die schnell knicken.

    Dramaturgie und Seelenpein, feste Helden oder Charakter, an die man sich halten kann - all das braucht "28 Weeks Later" nur, um sie mit einem pessimistischen Achselzucken untergehen zu lassen. Eines, das sich diesmal nicht mal mehr um einen Hoffnungsschimmer am Ende oder einen parabelhaften Sinn im Ganzen parat hält. So gesehen ist der Film seinem Vorgänger um mehr als ein paar Wochen voraus.

    Fazit: Die Fortsetzung "28 Weeks Later" des pessimistischen Zombie-Films "28 Days Later" aus England mag alles in allem nicht so innovativ sein und an Ideen und Tiefgang vieles verkaufen, was er sich an Potential erwirtschaftet. Doch er tut das für einen fairen Preis: die Vision einer allumfassenden Apokalypse ohne Gnade.
  • Packendes Sequel des postapokalyptischen Zombiehorrors, wobei die Regie von Danny Boyle an den kompetenten Spanier Juan Carlos Fresnadillo (“Intacto“) weitergereicht wurde.

    Der erzbritische Einfluss von Boyle ist dennoch nicht gänzlich verloren gegangen, zumal er mit Originalskripter Alex Garland als ausführender Produzent auftritt. Darüber hinaus ist John Murphy erneut für den hervorragend hypnotisch stimmigen Score zuständig, wobei die unvergessliche Instrumentalmelodie “In the House – In a Heartbeat” auch diesmal mehrfach den melancholisch-morbiden Klangschleier bildet. Nicht mit von der Partie sind in der Fortsetzung hingegen die Figuren aus dem erfolgreichen Erstling. Da im Prolog jedoch “Ganz oder gar nicht” Robert Carlyle – bestens bekannt aus Boyles “Trainspotting” – aufkreuzt, hat man sogleich das Gefühl, einen alten Bekannten wiederzusehen.

    Er spielt den Überlebenden Don Harris, der sich während der Epidemie mit seiner Frau und weiteren Leuten in einem Landhaus verbarrikadiert hat. Schnell und schonungslos bricht die vorübergehende trügerische Sicherheit zusammen, als eine Horde von Rage-Virus-Infizierten im kannibalistischen Blutrausch loswütet. Mit Stakkatoschnitt und farbentsättigten, verwackelten Bildern kreiert Regisseur Fresnadillo, der zudem das Drehbuch mitverfasste, einen nervenaufreibenden Auftakt. Harris wird dabei als Feigling etabliert, der seine Frau zurücklässt, um die eigene Haut vor bissigen Zombies zu retten. 28 Wochen später (Titeleinblendungen schildern zuvor chronologische Meilensteine, wie das Verhungern der letzten Infizierten, Einmarsch der US-NATO-Truppen, Beginn der Rekonstruktion) wird im Sicherheitsdistrikt 1 in London mit der Wiederbevölkerung begonnen. Die beiden Kinder von Harris, Teenager Tammy (Imogen Poots aus “V wie Vendetta“) und der zwölfjährige Andy (Mackintosh Muggleton in seinem beachtlichen Debüt), die sich im Ausland befanden, kehren nun ebenfalls zurück. Die unter strikter Militärkontrolle stehende Stadt, deren Umfeld außerhalb der eingezäunten Sicherheitszone einer verödeten Geisterstadt voller Müll und Toten gleicht, ruft gekonnt eine ähnliche düstere Zukunftsvision wie zuletzt “Children of Men” hervor. Eine weitere Parallele ergibt sich unweigerlich zum Irak-Krieg, insbesondere als das US-Militär nach einem erneuten Krankheitsausbruch sowohl auf die Zombies als auch auf Zivilisten schießt, chemische Waffen einsetzt und schließlich ganze Straßenzüge komplett zerbombt. Währenddessen versuchen die beiden Kinder in den Protagonistenrollen mithilfe eines Marines und einer Militärärztin, das panikreiche Pandämonium zu überleben.

    Als mindestens ebenso erschütternd wie die mit reichlich Splatter angereicherten Zombieschockeffekte erweisen sich die moralischen (Fehl)Entscheidungen, die getroffen werden. Die in Konsequenz entstehende Gewalt wirkt durch den realistischen Kontext umso verstörender. Dunkler Humor flackert in diesem elektrisierenden Deprodrama nur vereinzelt auf, stattdessen wird gezielt (und mit einigem visuellen Stilgefühl) an primäre Angstgefühle appelliert. Für Genrefans ein absolutes Muss. ara.

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