12 Monate Deutschland (2010)

12 Monate Deutschland Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

12 Monate Deutschland: Aufschlussreiche Doku über vier Austauschschüler von drei Kontinenten, die für ein Jahr bei einer deutschen Familie unterkommen.

Kwasi aus Ghana, Constanza aus Chile, Eduardo aus Venezuela und Nairika aus den USA sind 16 Jahre alt und leben für zwölf Monate als Austauschschüler bei Gastfamilien in Deutschland. Außer der Sprachbarriere gibt es auch kulturelle Unterschiede zu überwinden – auf beiden Seiten, was nicht immer funktioniert. Gastgeber wie Gäste sind überfordert. Da hilft auch ein Familienwechsel nicht über alle Probleme hinweg.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Aufschlussreiche Doku um vier Austauschschüler, die ein Jahr bei deutschen Gastgeberfamilien verbringen: Für niemand eine leichte Zeit.

    Die Welt ist zu Gast bei Freunden: Sie sind 16 Jahre alt, heißen Kwasi (aus Ghana), Constanza (aus Chile), Eduardo (aus Venezuela) und Nairika (aus den USA) und leben für zwölf Monate als Austauschschüler bei Gastfamilien in Deutschland. Vom ersten bis zum letzten Tag ist Eva Wolf mit der Kamera dabei. Zunächst ist es die Sprachbarriere, die den vier Teenagern die Verständigung erschwert, zumal ihre Gastgeber ihnen fremd sind – und mitunter auch bleiben. Auf sich allein gestellt müssen sie sich für Herausforderungen und Freundschaften öffnen, in einer Sprache, die sie nicht beherrschen und einem Land, das sie nie gesehen haben. Kurzum, es ist ein großes Abenteuer, auf das sich die vier Protagonisten eingelassen haben. Sie werden alle früher oder später die Gastfamilie wechseln – das Glück liegt gleich nebenan. Das bedeutet zunächst viele negative, später überwiegend positive Erfahrungen. Isolation oder Integration wird zur Gretchenfrage.

    Dabei lernt der Zuschauer sehr viel über andere Kulturen, Vorstellungen und soziale Regeln, aber noch weit mehr über die eigenen, heimischen, die von den oftmals provinziellen und überforderten Gastgebern nicht im geringsten hinterfragt werden. Was dort an Chancen ausgelassen wird, spottet jedem Klischee über hölzerne Teutonen. Das mangelnde Gespür im menschlichen Umgang wird schonungslos offenbart. Dann sind die Grenzen des interkulturellen Verständnisses und der Toleranz nur zu offensichtlich, aber auch die Unvereinbarkeit verschiedener Lebensstile, was keinesfalls nur an den Einheimischen liegt. Gut, dass es einen Austauschschülerstammtisch gibt und ehrenamtliche Beauftragte, die ihre Schützlinge passenderen Familien zuführen.

    Das alles beobachtet Eva Wolf mit warmherzigen Blick, lässt Konflikte nie überhand nehmen, sondern sorgt für Ausgewogenheit, lässt vor allem die vier Jugendlichen, aber auch ihre Gastgeber in Interviews über Gefühle und Probleme reden. “Toleranz ist Harmonie in Unterschieden”, definiert der von seiner Mutter gegen seinen Willen nach Deutschland geschickte Kwasi den Wunsch, wie man sich im oft als sozial kalt erlebten Deutschland annähern kann. Nach dem intensiven Begegnungsjahr voller Erfüllungen und Enttäuschungen haben alle Beteiligten in dieser Doku so viel vermeintlich Selbstverständliches hinterfragt, wie andere ein Leben lang nicht. tk.

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