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THEMA: Rache ist Blutwurst
653 mal gelesen
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hannibal-der_Lektor
Filmkritik:
Empfohlen:
27.02.2002 02:39 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 10254
Mitglied seit 23.03.2001 |
-= Spoiler-Warnung - Dieser Beitrag verrät etwas über den Inhalt des Films =-
Der rote Faden dürfte eine der entscheidendsten Eigenschaften einer gut erzählten klassischen Geschichte sein – sei es in einem Märchen, einem Roman oder eben in einem Film. Diesen roten Faden zeichnet es aus, dass er es schafft verschiedene Handlungssequenzen zu einem Ganzen zu verbinden und den Ereignissen auf der Leinwand einen Sinn, bzw. eine Botschaft zu geben. Fehlt dieser Faden aber, dann führt das in den meisten Fällen dazu, dass der Zuschauer enttäuscht ist, da die Geschichte eher episodenhaft ausfällt, als in einem steten Erzählfluss voranzuschreiten. Bei „Der Pakt der Wölfe“ wird eben dieser rote Faden dadurch in den Hintergrund gedrängt, dass Christophe Gans versucht hier nicht einfach nur eine traditionelle Geschichte zu erzählen, sondern darüber hinaus noch viele verschiedene technische sowie auch inhaltliche Elemente einzubauen, die sich eben zur zugrundeliegenden Geschichte eher destruktiv verhalten. Überfrachtung könnte man so was einfach ausgedrückt nennen. Doch ganz so dramatisch ist es bei diesem äusserst unkonventionellen Genre-Mix unserer französischen Nachbarn sicherlich nicht, da die Melange sehr geschickt angerührt wurde und auch in den meisten Fällen sehr stimmig ist, was letztendlich zu fast durchgehend solider bis sehr guter Unterhaltung führt – dem Ziel des Films. Stimmig und unterhaltend einfach deshalb, da Gans es schafft trotz Schwankungen inhaltlicher Art, die ganze Zeit über eine richtig schön düstere und mystische Atmosphäre unterschwellig beizubehalten. Diese zieht sich vom ersten Zuschlagen der Bestie –eingefangen nach einer rasanten Kamerafahrt über die französische Gebirgslandschaft-, bis zum großen Showdown am Ende und verliert auch zwischendrin kaum an Kraft, und hilft somit auch über etwaige Längen hinweg. Klar, in einem 144 Minuten langen Film kommen nur die besten Regisseure und Drehbuchschreiber ohne langatmigere Stellen aus, aber bei dem Pakt der Wölfe hätte man eben diese Längen durchaus herauskürzen können, und sie machen auch einen größeren Teil meiner Kritik an diesem Film aus. An manchen Stellen ergeht sich Gans einfach zu sehr in der Inszenierung von Slow-Mo-Passagen oder Detailaufnahmen. Normalerweise fahre ich besonders auf zweiteres Stilmittel immer besonders ab, nur hätte er hier beides für meinen Geschmack etwas dosierter einsetzen können. Doch auch das Drehbuch an sich schwächelt in einigen Passagen ein wenig, was dazu führt, dass zum Beispiel das Mittelstück des Films fast zu ruhig ausfällt, um noch als wirkliches retardierendes Element vor dem großen Finale zu gelten. Hier tritt dann eben das in Kraft, was ich zu Beginn ansprach. Der ursprüngliche rote Faden tritt in den Hintergrund und Gans legt nun sein Augenmerk auf das Ränkespiel zu Hofe, ohne aber eine wirkliche Verbindung zum vorher Geschehenen zu schaffen. Das führt dann aber nicht nur dazu, dass die Handlung an Fahrt verliert, sondern dass auch die Tiefgründigkeit (ebenfalls siehe Anfang) ein wenig verschenkt wird. Gerade diese Intrigen, die am Schluss mit der Aufdeckung der klerikalen Verschwörung enden, hätte man intensiver und deutlicher herausarbeiten können um den an sich sehr intelligenten Bogenschlag zur Französischen Revolution am Ende des Films klarer werden zu lassen. Hier musste Gans dann wohl aber zurückstecken, um den Film nicht zu sehr in Richtung Gesellschaftsdrama abdriften zu lassen, und stattdessen das Geschehen wieder voranzutreiben. Dies geschieht dann auch in Form einer finalen Jagd, die zu einem großen Show-Down, der einem Computerspiel alle Ehre machen würde, und zur letztendlichen Aufklärung führen. Leider geht diese rasante Action dann aber zu Lasten des Drehbuchs, und einer durchdachten Handlung, wodurch das ganze Ende ein wenig aufgesetzt, ja ein bischen sogar kitschig wirkt (Schiffsszene). Generell lässt sich aber sowieso festhalten, dass die Action-Parts, zwar meist rasant und sehr spektakulär in Szene gesetzt sind, aber oftmals ein wenig unüberlegt in den Plot integriert wirken, so z.B. die an sich furiose Einführung von Mani und de Fronsac, oder vor allem dieser Kampf zwischen Mani und diesen Irrwischen kurz vor der Treibjagd. Besonders der Sinn von letzterer Auseinandersetzung erschließt sich mir bisher überhaupt noch nicht, wie ohnehin die Person der „besessenen“ Frau mir noch ein ziemliches Rätsel aufgibt, was die Bedeutung für die Geschichte angeht. Eine Schwäche im Drehbuch, die mir persönlich besonders bitter aufgestoßen ist, war die Tatsache, dass der Chevalier seinen toten Blutsbruder einfach so mir nichts dir nichts im Wald gefunden hat. Das war so völlig unmotiviert eingefangen und war schlicht und ergreifend schlecht. Vielleicht haben sie ja einfach nur die Suche aus Zeitgründen rausgekürzt... Der letzte negative Aspekt ist die Animation der Bestie. Da ich es aus Versehen schon gelesen hatte, dass die Produzenten des Films nicht unbedingt viel investiert haben, um die Bestie sehr real aussehen zu lassen, konnte ich mich darauf glücklicherweise einstellen und war somit nicht so „enttäuscht“ darüber. Die Animation war dann allerdings in der Tat recht grottig und erinnerte ein wenig an den Scorpion King aus der Mumie 2. Man muss allerdings auch ein wenig differenzieren, denn das Aussehen der Bestie an sich, finde ich äusserst gelungen, weil es auch einfach zeitlich recht passend war. Man muss halt einfach bedenken, dass es sich nur um einen konstruierten Panzer handelt, und da ist der Stachel-Rücken doch geradezu optimal, weil bei der Größe sehr erschreckend und darüber hinaus auch noch effektiv als Waffe einsetzbar.
Spoiler Ende
Bevor ich mich aber jetzt noch weiter durch die Kritik quäle – habe mich heut wirklich verdammt schwer getan-, versuchs ich nun mal mit einem kleinen Fazit. „Der Pakt der Wölfe“ ist trotz einiger kleinerer bis mittlerer Schwächen, ein sehr unterhaltsamer Mix aus diversen Stilrichtungen, der hauptsächlich von rasanten Schnitten, brutalen bis ekelhaften Actionsszenen und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen lebt, und darüber hinaus auch noch eine angenehm gruselige Stimmung innehat. Inhaltlich lässt sich das ganze irgendwo zwischen historischem Gesellschaftsdrama und rasantem Actionkracher ansiedeln, das auf einem ordentlichen Drehbuch und weitestgehend soliden Darstellern basiert. Nur hätte man leider bei den vorhandenen Ansätzen einen mindestens doppelt so langen Film benötigt, um alle Aspekte des Plots zufriedenstellend auszubauen. Ein Übel, dass solche Mixturen häufig mit sich bringen, wenn man den Hals nicht voll bekommen kann...
Abzüglich der Drehbuchschwächen, der bescheidenen Animation und eben des Fehlens eines wirklichen Sinns der Geschichte, komme ich somit auf gute 70% für einen unter dem Strich sehr unterhaltsamen europäischen Blockbuster. |
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Herbstzeitlose
27.02.02 - 03:06 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 768 Mitglied seit 20.02.02
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wow , das war wirklich die beste Kritik, die ich hier zum Pakt der Wölfe gelesen hab respekt. Und ich glaube, da werde ich die 30 % die ich dem Film anfangs gegeben habe vielleicht nochmal überdenken. Wenn ich das so lese, muss ich gestehen, dass meine Kritik doch sehr oberflächlich war und du die sehr viel mehr Mühe gemacht hast den Film durchzuarbeiten.
Ich werde den Film einfach als einen europäischen Blockbuster ansehen und da mir vor allem deine Argumentation mit dem Roten Faden sehr plausibel vorkommt, werde ich meine Bewertung nochmal überdenken. Ich bin daher bereit dem film vielleicht 50% zu geben, ich schreibe morgen mehr n8 |
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K. Smith
27.02.02 - 09:24 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 1986 Mitglied seit 30.12.01
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Tatsächlich die beste Kritik hier. Schade eigentlich, dass man seine Prozentwertungen nicht mehr ändern kann, sonst würde ich meine 80% nämlich zu 70% ändern. Ich muss nun doch ein paar mehr Schwächen des Films einsehen. Obwohl er ja sonst rundum gelungen ist. |
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Nidal
27.02.02 - 11:49 Uhr
Status: Insider
geschrieben: 4527 Mitglied seit 12.07.01
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komm an meine Brust, Blutsbruder! Dachte ich hätte Dich an die fünf Ringe verloren, doch Du kommst zurück mit einer beeindruckenden Kritik!
Das Du Dich so gequält hast ist Deiner Kritik nur schwer anzumerken, Deine Bemerkungen sind alle schlüssig und fundiert erklärt! Besonders die Bewertung mit 70% hat mich erfreut, im Grunde sind unsere Kritiken einander sehr ähnlich.
@K. Smith ich denke nicht das Du Deine Bewertung abändern solltest |
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xtoph
27.02.02 - 12:09 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 704 Mitglied seit 05.08.01
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eine kritik, mit der ich mich fast vollständig anschließen kann!
RESPEKT |
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Herbstzeitlose
27.02.02 - 14:11 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 768 Mitglied seit 20.02.02
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Zum Punkt retardierendes Moment. Das ist wirklich keins, sondern wohl so eine Art Ruhe vor dem Sturm.
"den an sich sehr intelligenten Bogenschlag zur französischen Revolution" sehe ich nicht ganz so, bin damit aber schon beim ThreadLibertyValances Kritik nicht ganz durchgekommen. Die Rolle der "besessenen Zigeunerfrau" war mir auch nicht klar, hat die überhaupt einmal was gesagt? Und von was war die eigentlich besessen? Sie war vielleicht so eine Art Wolf im Schafspelz. |
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Azizam
27.02.02 - 16:54 Uhr
Status: Cineast
geschrieben: 89 Mitglied seit 24.02.02
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Sehr gute und differenzierte Kritik, das muss man neidlos anerkennen! Die 0 %, die ich dem "Pakt der Wölfe" attestiert habe, waren zugegebenermaßen übertrieben, da ich einen Film auf dem Niveau von "Amélie", nur in einem anderen Genere erwartet hatte, und das ist er nun beim besten Willen nicht. Aber ich könnte mich dazu überreden lassen, ihm zumindest 50 % zuzugestehen! |
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hannibal-der_Lektor
27.02.02 - 17:23 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 10254 Mitglied seit 23.03.01
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Mein Gott, was ist denn jetzt kaputt? Ich habe mich wirklich seltenst bei einer Kritik dermaßen schwer getan und jetzt diese Zustimmung. Das freut mich natürlich, aber es verwundert mich doch...
Aber azizam/herbstzeitlose, wenn ihr wirklich die Prozentzahlen nur aufgrund meiner Kritik ändern wollt, dann müsst ihr euch schon den Vorwurf gefallen lassen, dass ihr euch beim nächsten Mal schon ein wenig mehr Gedanken vorher machen solltet. Vor allem bei den 0% finde ich es ein wenig unfair anderen Usern gegenüber, die sich hier vielleicht an den Bewertungen versuchen zu orientieren, ob sich der Film lohnt. Damit sollte man schon ein wenig sparsamer und überlegter umgehen (genauso verhält es sich aber auch bei 100%).
@Nidal Schön, dass du dich meldest. Ehrlich gesagt, ich hatte diverse Formulierungen genauso auf der Zunge, wie du sie selbst in deiner Kritik geschrieben hast. So z.B. die Anfangsszene mit Mani und Fronsac, die schon fast stellvertretend für den Rest des Films steht. Da ich aber Probleme hatte alles in Textform zu verfassen, habe ich zwischendurch mal in die Kritiken von dir und HdR reinschauen, und musste mit Erschrecken feststellen, dass ich fast das gleiche geschrieben hätte wie du. Auf jeden Fall freuts mich, dass wir den Film absolut ähnlich sehen, und es gibt mir noch mehr Hoffnung, dass Der Letzte Mohikaner mir sehr gut gefallen wird.
@Herbstzeitlose
Na klar hat sie was gesagt: "Buhhähh haaah!" Zumindest so etwas in der Art.
@K.Smith Jetzt musst du auch dazu stehen. =) Aber wie ich schon in einem anderen Thread erwähnte: Auch bei mir pendelte die Prozentzahl teilweise von 40 bis 90%, kann es daher schon nachvollziehen.
Hmm, hab gerade versucht herauszubekommen, wie lang der Film in Frankreich war. Auf dieser französischen 3fach-DVD-Box haben sie auf jeden Fall 36 Minuten geschnittene Szenen. Da wären wir dann schon bei einem dreistündigen Film, der wesentlich mehr aussagen könnte... Ich erinnere da nur an Almost Famous (K.Smith bitte weghören), der in der Uncut-Version beinahe eine völlig andere Bedeutung gewinnt - eine noch bessere übrigens.
Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir die gleichen Materialien, zumindest aber eine Doppel-DVD bekommen, wie die Franzosen. Aber die haben sowieso fast nur so geile DVD-Boxen, wie jetzt auch wieder bei Apocalypse Now Redux... |
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Filmkritiker-No.1
28.02.02 - 01:39 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 1050 Mitglied seit 07.10.01
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@hanni: Ich wollte mich nur dem Lobgesang auf deine Kritik anschließen! Sie ist wirklich gelungen. Schade ist nur, das sich viele User anscheinend nicht als standhaft erweisen, wie man hier lesen kann. Ansonsten eine geniale Gehirnwäsche die du hier vollziehst, denn der "Pakt" ist wirklich gelungen! |
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MC Frodo
28.02.02 - 10:22 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 20240 Mitglied seit 29.10.01
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Wieso finden alle hdl's - kritik so gut?  Wir sollten einen hdl - Fanclub eröffnen 
@hdl: Wirklich gute Kritik (schleim)... im Ernst: Die Schwächen des Films sehe ich genauso wie du, besonders die inhaltlichen Schwächen haben mich doch schon enttäuscht, alles in allem war der Film aber schon voll in Ordnung, ich bin noch an einer Kritik und schwanke zur Zeit zwischen 60 und 80 Prozent... |
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Chris Striker
28.02.02 - 18:40 Uhr
Status: Insider
geschrieben: 4590 Mitglied seit 06.10.01
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Ob man den Film trotz seiner Schwächen dennoch für sehenswert hält und damit empfehlenswert einstuft, scheint mir davon abzuhängen, ob man subjektiv eine beklemmende Atmosphäre erlebt oder nicht. Bei mir hat sich diese Beklemmung nicht eingestellt. Dieses Gefühl stellt sich bei mir ein, wenn eingeführte Charaktere ernsthaft in Bedrohung geraten können. Was wurde aber sogleich am Anfang des Filmes verkündet? Die Bestie sucht ihre Opfer nur unter den Frauen und Kindern. Vor Männern dagegen hat die Bestie reißausgenommen. Diese Einschränkung ist für die Spannung tödlich, denn was wird gezeigt? Männer die in großen Massen auf die Jagd nach der Bestie gehen. Bei einer solchen Charakterisierung der Bestie rechnet man nicht damit, dass diese auf einmal aus dem Nichts auftaucht und sich ihre aus dem Kreis der vertrauten Charaktere sucht. Keine Gefahr, keine Beklemmung. Ein Anti-Alienfilm. Wenn die Bestie zuschlägt, trifft es anonyme Frauen und Kinder, die von der ersten Sekunde nichts anders als Futter sind. Dieses fette Minus, zusammen mit den ganzen anderen Schwächen, lassen mich den Film nur als gute Durchschnittsware erscheinen. |
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hannibal-der_Lektor
28.02.02 - 21:34 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 10254 Mitglied seit 23.03.01
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Was du hier ansprichst ist sicherlich richtig, und wenn ich ehrlich bin war ich mir dieser Aussage, dass die Bestie nur auf Frauen/Kinder losgeht gar nicht voll bewusst. Zumindest nicht in dem Maße, dass dies vollkommen ausschließt, das auch mal Männer angefallen werden. ABER für mich kam diese beklemmende Atmosphäre ganz und gar nicht alleine von dieser "Angst um Hauptcharaktere", sondern resultierte vielmehr aus den Bildern, der Musik und dem Gesamtpaket der Inszenierung. Das ist für mich der entscheidende Punkt, und nicht so sehr das Mitzittern um irgendwelche Figuren. Um so etwas zu sehen, gehe ich nicht unbedingt in einen solchen Film, sondern schaue mir eben Alien oder solche Filme an, die mich persönlich aber auch gar nicht interessieren, da so etwas meinen persönlichen Geschmack nur sehr bedingt trifft. |
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Zelluloid
01.03.02 - 23:24 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 1215 Mitglied seit 16.06.01
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Ich kann mich Deiner Argumentation größten teils anschließen, HdL. Nur komme ich dabei zu einem anderen Fazit. Die Tatsache, daß der rote Faden einige Knoten enthält und auch an ein oder zwei Stellen gerissen ist, fällt bei mir viel stärker ins Gewicht und ziehen den Film doch ganz gehörig nach unten. Als Beispiel sei hier nur der überlange Showdown genannt. Wieso können unsere Helden die Bestie auf einmal so schnell dingfest machen? Und der erste Kampf gegen die Bestie? Man könnte sagen, daß war inspiriert von Predator. Meiner Meinung nach war es einfach geklaut. Aber damit hätte ich auch keine Probleme, wenn es denn wenigstens gelungen wäre - war er aber nicht. Da war der Kampf zwischen Arnie und dem Predator eine ganz andere Liga - das war Spannung und Action in Perkektion! Da waren die Wölfe doch ziemlich zahnlos. |
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herr der ringe
02.03.02 - 01:50 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5768 Mitglied seit 23.03.01
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was soll das mit dem roten faden? oder anders gefragt,wie bist du denn auf diese einleitung gekommen? und ich habe deinen text mit mühe durchgelesen.mit mühe deswegen weil ich krampfhaft die 70 prozent gesucht habe,was ich laß war aber alles andere als positiv. ließt man deine kritik,kann man sich nicht vorstellen,wie dieser film überhaupt bei dir über die durchschnittliche bewertung(50%) von guter unterhaltung kommen konnte.
P.S. ließ dir wirklich mal die nicht so überspitzten kritiken von chris striker und zelluloid durch. und wenn du eine noch überspitztere kritik als meine lesen willst,kann ich dir nur die köstliche satire von patrick bateman anbieten,richtig witzig! |
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Zelluloid
02.03.02 - 16:26 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 1215 Mitglied seit 16.06.01
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@HdR: Ich kann's kaum glauben, aber wir sind absolut einer Meinung. Ich bin mit der Kritik und Argumentation von HdL fast einer Meinung, aber bei mir kommt dafür nur 50% raus, und sicher nicht 70%. |
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hannibal-der_Lektor
02.03.02 - 19:31 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 10254 Mitglied seit 23.03.01
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Na endlich kommen mal ein paar kritische Stimmen. =) Wusste doch, dass man sich auf HdR verlassen kann...
Ich glaube das Problem hatten wir doch schon mal an anderer Stelle, oder? Ich habe halt einfach manchmal das Problem bei meinen Kritiken, dass ich einen Film zwar durchweg im Gesamteindruck positiv finde, da er mich wirklich gut unterhalten hat - aber dann dennoch diverse Schwächen und Fehler finde. Bei diesem Film war das der Fall, und da man ja bei jedem Film im Grunde mal zuerst von der Höchstwertung ausgehen sollte, beschäftigt man sich dann mit den Punkten, die eben zu den 30 fehlenden Prozentpunkten führen. Dass ich dann dabei ein wenig vergesse, die positiven Punkte aufzuführen und den Film noch ein wenig zu loben, ist zwar ärgerlich, aber es gibt ja schließlich noch die Prozentzahl, die klar macht, wie ich den Film im abschließenden Gesamteindruck bewerte.
Wenn eine Kritik immer der gegebenen Prozentzahl entsprechen müsste und sie lückenlos erklären müsste, dann wäre nicht nur diese Kritik hier fehl am Platze, sondern auch diverse andere. Es kommt schließlich auch bei dir -und auch bei vielen anderen Usern- vor, dass man sich halt mal auf den einen oder anderen Aspekt konzentriert und dabei dann andere Punkte in den Hintergrund treten. Oder willst du mir sagen, dass deine Kritiken immer alle Aspekte eines Films behandeln und man ausserdem immmer deinen Gesamteindruck 1:1 aus der Kritik heraus auf die Prozentzahl übertragen kann? Und wenn schon, den Anspruch habe ich nicht, da hier so viele Kritiken geschrieben werden, dass es einfach auch mal reicht hier auf den einen oder anderen Punkt genauer einzugehen.
"Abzüglich der Drehbuchschwächen, der bescheidenen Animation und eben des Fehlens eines wirklichen Sinns der Geschichte, komme ich somit auf gute 70% für einen unter dem Strich sehr unterhaltsamen europäischen Blockbuster."
Sinn verstehe ich hier als "finale Botschaft", die mir aber auch mittlerweile so ein wenig aus dem Bogenschlag zur Revolution herzurühren scheinit, und mit diesem Satz finde ich die 70% ziemlich berechtigt, da eben die Drehbuchschwächen nicht absolut frappierend waren, als dass sie die Geschichte völlig zerstört hätten.
@Zelluloid Den Aspekt mit Predator kann ich für mich ganz einfach entkräften: Ich habe Predator nicht gesehen, kann daher dem Film momentan keinen schlechten Diebstahl unterstellen.
PS:HdR, dann solltest du dir aber ebenso die Kritik von LV zu Gemüte führen. |
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herr der ringe
03.03.02 - 01:47 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5768 Mitglied seit 23.03.01
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bin schon totmüde,schreibe aber trotzdem noch diesen letzten beitrag,bitte das zu berücksichtigen.
habe deine reaktion gelesen,kann dir nur zustimmen. ich habe ja das nur bemerkt und nicht bemängelt. lv`s kritik habe ich doch direkt als erste gelesen,weil es ja auch die erste ernstzunehmende kritik hier im forum war. nur meiner ansicht nach hat er etwas überinterpretiert und die schwächen des films beinahe gar nicht gesehen bzw. ist darauf nicht eingegangen. und bitte schreib noch was zu dem beitrag von patrick bateman!
P.S. trotzdem bleibt die frage mit dem roten faden unbeantwortet,du wolltest wohl mal eine neue art der einleitung auprobieren,stimmts oder hab ich recht? |
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Zelluloid
03.03.02 - 16:28 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 1215 Mitglied seit 16.06.01
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@HdL: Dann solltest Du diese "Wissenslücke" so schnell wie möglich schließen. Predator hebt sich von der Masse der Action-Filme ab. Wieso? Der Film hat einen perfekt inzenierten Spannungsbogen. Arnie sorgt für die dazugehörige Action und beim Showdown wirst Du Dich an "Pakt der Wölfe" erinnert fühlen. |
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hannibal-der_Lektor
03.03.02 - 18:32 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 10254 Mitglied seit 23.03.01
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Der rote Faden? Bin halt momentan ein wenig auf dem Verallgemeinerungstrip.
Mal schauen, ob ich mich noch um Patrick kümmere.
Den Predator werde ich mir dann mal anschauen, wenn ich darüber stolpere. =) |
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Najwan
19.06.02 - 23:28 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 2310 Mitglied seit 21.01.02
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-= Achtung SPOILER: dieser Beitrag verrät etwas über den Inhalt des Films! =-
Ich schalte mich auch mal ein... Also zu 3 erwähnten Punkten sage ich mal was! 1.Die Schlägerei vor der Treibjagt... Die beiden, die die Frau zur Brust genommen haben, waren, wie die Frau selbst, Handlanger des "Bestienmeiseters"... Also "Bekannte" von ihr... Vielleicht wollten die mal nen richtig guten Gegner? (Frau hat den Kamfstil von Mani bei ihrer Rettung am Anfang miterleben dürfen)! 2. In einer bestimmten Kellerszene greift die Bestie einen Mann an, es wird aber nicht zu 100% gezeigt das er stirbt, aber bei dem Angriff ist überleben eher unmöglich! Und die Treibjagt sollte nicht diesen Alieneffekt haben! Sie sollte zeigen, dass die Bestie unauffindbar ist und das Gemetzel an den armen Wölfen zeigen! Nach dem Motto, es könnte ja eine Bestie darunter sein, also töten wir sie alle! (Jagen macht ja auch sooo viel freude...) 3. SOOO fadenlos fand ich den Film nicht... Okay, einige Längen waren schon drin, aber auch viele "Knotenpunkte" wie die Szene wo der Eisenzahn in einer Leiche gefunden wird, die falsche Bestie hergestellt wird oder dass Mädchen aussagt, dass sie den "Bestienbändiger" sah! |
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