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AUTOR BEITRAG
THEMA: Soul Inside
1276 mal gelesen - 5 mal empfohlen
EbertistheBest
Filmkritik:
Empfohlen: Filmkritik wurde 5 mal empfohlen.
16.04.2005 00:39 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.2003
-= Achtung SPOILER: dieser Beitrag verrät etwas über den Inhalt des Films! =-


Maria voll der Gnade USA/KOL 2004


+++
+


Es gibt Vorkommnisse, von denen weiß man zwar, dass sie tagtäglich stattfinden, am liebsten würde man diese Gewissheit jedoch zurückgeben und gegen ein Päckchen Naivität gemixt mit gesunder Gutgläubigkeit eintauschen. Der Drogenschmuggel in die USA und nach Europa über alle nur erdenklichen Kanäle, über die Weltmeere, den normalen Grenzverkehr oder, in seiner menschenverachtendsten Ausprägung, per lebenden Kurier, gehört zu diesen unbequemen Themen. Das Spielfilmdebut des amerikanischen Regisseurs Joshua Marston schenkt uns einen Einblick in das Leben einer jungen Frau, die als das kleinste Rad im großen Getriebe des organisierten Verbrechens ihr Leben aufs Spiel setzt, um den ärmlichen Verhältnissen in ihrer Heimat Kolumbien zu entkommen. Die noch minderjährige Maria (Catalina Sandino Moreno) sucht nach ihrer Kündigung in der Fabrik eines Rosenproduzenten nach einem neuen Job. Als sie auf einem Dorffest den coolen Franklin (John Alex Toro) kennenlernt, der ihr fortan schöne Augen macht und sich dabei mit seinem Motorrad gerne als zweiter James Dean präsentiert, erfährt sie zum ersten Mal von der Möglichkeit mit „Reisen“ scheinbar gutes Geld zu verdienen. Da sie zudem noch von ihrem Freund Juan ein Kind erwartet und die Situation zu Hause auch alles andere als leicht für sie ist, entschließt sie sich, Franklins Angebot anzunehmen.

60 kleine Kügelchen gefüllt mit Drogen soll Maria schlucken, sich dann in ein Flugzeug Richtung New York setzen und ihren Mageninhalt bei den dortigen „Geschäftspartnern“ abliefern. Ein riskanter Job. Nicht nur werden die Kuriere immer wieder von amerikanischen Zollfahndern ins Visier genommen und landen so nur wenig später im Gefängnis, jederzeit könnte auch eines der in ihrem Körper befindlichen Drogenpäckchen aufplatzen. Die Überdosis würde für Maria und ihr Kind den sicheren Tod bedeuten.

Nur ganz selten habe ich in all meinen „Kino-Jahren“ mit dem Schicksal einer Person dermaßen mitgezittert, habe ich versucht, mich in die Haut dieser jungen Frau hinein zu versetzen, wie bei „Maria voll der Gnade“. Auch wenn Maria, wie es der Untertitel verrät, nur eine von Tausenden Biographien repräsentiert, bezieht der Film seine unglaubliche Intensität aus der direkten Konfrontation mit diesem Einzelschicksal. Sie ist eine jener Menschen, die wir sonst nie wahrnehmen, weil sie es gelernt haben möglichst unauffällig neben uns her zu leben, und weil wir gelernt haben, sie möglichst nicht zu beachten. Da fällt mir wieder der alte Brecht ein: „…die im Dunklen sieht man nicht!“ Diese Zeile findet sich auch in Grönemeyers „Heimat“ wieder, wo es weiter heißt: „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl.“ Maria würde dem wohl widersprechen wollen, sind ihre Gedanken, einmal in New York angekommen, bei ihrer Familie in Kolumbien. Außer ihrem ungeborenen Kind ist alles, wofür sie diese Tortur auf sich nimmt, dort zurückgeblieben.

„Maria voll der Gnade“ macht nicht nur diese Direktheit aus, mit der Marston, beinahe dokumentarisch im Stil, das Mädchen aus Kolumbien auf ihrer Odyssee begleitet, der Zuschauer erlebt zudem auf erschreckende Weise, wie sich hier eine ganze „Industrie“ die Schwäche der Schwächsten zu Nutze macht. Routiniert spulen alle Beteiligten ihr Programm ab. Männer in weißen Kitteln geben Tipps zur besseren Aufnahme der Drogenhäppchen, der Mittelsmann redet seinen Untergebenen gut zu. Alles aus Sorge um die wertvolle Fracht. Das Einpacken der Kügelchen gestaltet sich zu einem fast automatisierten Ritual, wie es so Teil eines x-beliebigen betrieblichen Prozesses sein könnte. Wenn in unseren Breitengraden schon über die Degradierung des Menschen zu einem Produktionsfaktor aufs Schärfste debattiert wird, was würde jemand wie Maria dazu sagen? Es muss fast wie Hohn in ihren Ohren klingen, ist der Mensch doch in diesem schmutzigen Geschäft längst kein Faktor mehr, sondern lediglich ein Tier. Ein Maultier. Er hat sich zu fügen, bedingungslos. Für Widerworte haben die schmutzigen Hände nur Gewalt übrig. Gehorsam soll, so ist es vorgesehen, den eigenen Willen systematisch zersetzen. Die Aussicht auf einen guten Verdienst als letzter Lebensantrieb.

Joshua Marston ist offenkundig mehr als ein talentierter Drehbuchschreiber. In seiner Funktion als Regisseur leitet er Newcomerin Catalina Sandino Moreno zu einer schauspielerischen Glanzleistung an. Ihre Rolle ist dabei alles andere als auf die des hilflosen Opfers beschränkt. In den ersten Szenen in ihrem Dorf, zusammen mit ihrem Freund erleben wir Maria als eine äußerst selbstbewusste starke Persönlichkeit. Sie kündigt ihren Job, weil sie sich nicht länger die Schikanen ihres Arbeitgebers gefallen lassen will. Sie widerspricht ihrem Freund und ihrer Mutter, lügt ihn allen etwas vor. Ob das Wissen um die Schwangerschaft oder doch eher der tief in der Kultur Lateinamerikas verwurzelte Glaube ihr dabei die nötige Kraft gibt, bleibt der Interpretation des Zuschauers überlassen. Moreno überzeugt durch eine sehr zurückgenommene Gestik (Stichwort: Bloß nicht auffallen!) und Mimik, weshalb es umso mehr schmerzt, wenn dann die Tränen langsam ihre Wangen herunterlaufen. Wäre die Umschreibung mittels „innerer Schönheit“ nicht eine Plattitüde, müsste man sie an dieser Stelle gebrauchen ;-) Zu Recht wurde sie auf der letztjährigen Berlinale mit dem „Silbernen Bär“ ausgezeichnet und für den Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert.

Assoziationen zum thematisch verwandten „Traffic“ löste die sehr intuitive Farbkomposition von Kameramann Jim Denault in mir aus. Nach den warmen und satten Farben zu Filmbeginn, wechseln sich mit dem Abflug Richtung New York verschiedene Blau- und Grüntöne ab. Im Zusammenspiel mit der klaustrophobischen Enge der einzelnen Orte (Flugzeug, Toilette, Untersuchungszimmer) entsteht nicht nur bei Maria ein beklemmendes Gefühl. Auch der Zuschauer erhält auf diese Weise eine Ahnung von der ungeheuren Sogwirkung der Ereignisse. Ohnehin dürfte ihn die Geschichte der Maria Alvarez noch lange beschäftigen. Das beste Indiz dafür, dass er soeben einen außergewöhnlichen Film gezeigt bekommen hat. „It’s what’s inside that counts“ lautet der Werbeslogan eines großen PC-Herstellers, der in den letzten Einstellungen dezent ins Bild gerückt wird. Nach dem durchlittenem Martyrium kommt es einem Appell an die zeitlose Idee der Mitmenschlichkeit gleich. Er richtet sich in dieser Situation aber auch ganz konkret an Maria. Sie weiß, was jetzt zu tun ist.

Anmerkung: Die Besprechung bezieht sich auf die OV mit Untertiteln.
Marcus Cohen
16.04.05 - 00:47 Uhr
Status: Insider
geschrieben: 3930
Mitglied seit 31.03.04
erster!

man merkt deinem text schon an, dass der film dich stark mitgenommen hat, weshalb ich ihn als eine deiner besseren kritiken der letzten zeit bezeichnen würde. kann mich eigentlich in allen punkten anschließen.

(*)
EbertistheBest
16.04.05 - 00:53 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ mc

also, das hoffe ich schon, dass meine begeisterung rüberkommt. sonst würde ich den sand in den kopf stecken. oder so ähnlich. danke für den *. hoffe, der film geht nicht so klanglos am (interessierten) publikum vorbei, wie manch anderer film der letzten wochen. catalina moreno kann man nicht genug herausstellen, steht und fällt der film doch eigentlich mit der identifikation des zuschauers zu ihrem charakter. und das ist m.e. hervorragend gelungen.
timo.benz
16.04.05 - 00:55 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 6631
Mitglied seit 20.01.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
Wow 100% ? Das freut mich wirklich der Maßen! Ich habe natürlich noch nichts gelesen, denn ich werde ihn am DO selbst das erste mal sehen. ich freue mich schon seit einer sehr langen Zeit auf diesen FIlm, denke er wird mir auf jeden Fall gefallen. Nur wie sehr ist noch die Frage. Danke erstmal, bis dann!
wink
Marcus Cohen
16.04.05 - 01:01 Uhr
Status: Insider
geschrieben: 3930
Mitglied seit 31.03.04
das stimmt natürlich: fräulein moreno kann man nicht stark genug loben, denn sie hat diese bestimmte fähigkeit (oder ist es einfach ausstrahlung?), den zuschauer zu erreichen. man baut recht schnell eine empathie auf. dann hat sie natürlich ein gesicht, von dem man nicht den blick nehmen kann/will, weshalb man für kleinste nuancen der mimik empfänglich wird - und die subtileren schauspielerischen ausdrucksmittel hat die frau ja nun voll drauf. moreno ist *der* faktor schlechthin, der diesen film dermaßen sehenswert macht. man hört ja nix mehr von ihr. gibt es wohl mal wieder einen film mit ihr?
DerDenker
16.04.05 - 07:22 Uhr
Status: Meinungsmacher
geschrieben: 307
Mitglied seit 12.01.04
Hallo Ebert,
kann aus Zeitgründen deine Kritik nicht vollständig lesen und würdigen, freue mich jedoch, dass dir der Film genauso gefallen hat wie mir. Ich hätte zwar aufgrund einiger Längen im letzten Drittel nur 90% gegeben, aber nach einer zweiten Sichtung revidiere ich mein Urteil vielleicht noch ;-) "Maria" ist so ein Film, der mich lange beschäftigt hat, weil ich selten so mit einer Hauptperson mitgefühlt habe. Wirklich ganz großes Kino!
EbertistheBest
16.04.05 - 13:04 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ timo

geh mal trotz der vielen positiven bis überschwänglichen reviews ganz nüchtern an den film heran (wie es der film übrigens auch mit seinem thema tut). dann erwischt er Dich garantiert. freue mich dann ggf. auf zustimmung bzw. einspruch!

@ denker

ich schwankte auch zwischen 90 und 100 %, entschied mich letztlich aber für die höchstwertung, weil ich ungemein gefesselt war und mir nicht spontan einfiel, wie marston das thema hätte noch intensiver aufbereiten können. vielleicht nimmst Du Dir doch mal die zeit, meine kritik in ruhe zu lesen. dafür habe ich sie schließlich verfasst! wink

@ mc

mensch cohen, da muss ja langsam scarlett neidisch werden, wenn sie liest, welche worte Du für moreno findest. hoffe mal sehr, dass nach dem internationalen erfolg des films sie nicht wieder in der versenkung verschwindet, sondern ähnlich wie paz vega demnächst auch in weiteren filmen zu sehen sein wird. gehört habe ich nämlich auch noch nichts. in der szene, wo sie neben der geschlossenen tür von lucys schwester sitzt, langsam in sich hineinweint, da bricht sie einem wirklich das herz. gänsehaut-alarm!
Marcus Cohen
16.04.05 - 13:23 Uhr
Status: Insider
geschrieben: 3930
Mitglied seit 31.03.04
scarlett ist natürlich eine liga für sich selbst. ihr kann niemand das wasser reichen - noch nicht einmal ansatzweise. wink
EbertistheBest
16.04.05 - 13:32 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
nach diesem glaubensbekenntnis bin ich wieder beruhigt! grin
movie-master
18.04.05 - 19:08 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5240
Mitglied seit 30.04.04
selber noch nicht gesehen und auch die kritik nicht gelesen, aber ich wollte nur mal sagen, dass ich ihn auch am freitag sehen kann! freue mich schon sehr, denn 100% von ebert, dass kann ja nur was gutes sein! ich melde mich dann am WE hier wieder zurück!
EbertistheBest
19.04.05 - 12:56 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ mm

dont' blame me! wink glaube aber, dass Du auch gefallen finden dürftest, wenn ich so Deinen film-geschmack rekapituliere. wenn Du einmal den zugang zu maria gefunden hast, dann dürfte der film ohnehin von alleine "laufen". warte dann mal auf Dein feedback!
Dazzling Niam
19.04.05 - 21:52 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 635
Mitglied seit 12.03.02
Mit dem Land geht es zu Ende, Hitch und der Babynator erstürmen die Kino Charts und ein Deutscher ist der neue Pabst! Und jetzt endlich eine gute Nachricht, es gibt noch Filme die echt sehenswert sind. (*sich auf Donnerstag freu*)


Und jetzt noch eine Frage: Ich hab vor ein paar Jahren irgendwo im Fernsehen einen Film gesehen. Da hat so ein Typ auch Rauschgift in kleinen Gummikäpselchen in seinem Magen geschmuggelt. Eine ist ihm dann im Magen geplatz.

Kann das sein, oder hab ich das geträumt?
EbertistheBest
19.04.05 - 23:54 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ dazzling

erstmal danke fürs * (ist doch von Dir, nehme ich jetzt mal so an)! diskutieren können wir dann ja hinterher, nachdem Du den film gesehen hast. für mich ist "maria full of grace" ein echtes filmjuwel mit einer herausragenden hauptdarstellerin. deshalb auch die 100 %. die von Dir erwähnte szene kann ich jetzt nicht mit einem film in zusammenhang bringen, vielleicht hast Du wirklich nur geträumt *g*
Dazzling Niam
20.04.05 - 08:56 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 635
Mitglied seit 12.03.02
Ja der Stern war von mir - gerne geschehen.


Ich glaub nicht, dass ich gträumt habe. Der Film war aber auch nicht wirklich gut und mehr als Thriller konzipiert... glaub ich jedenfalls. Ich hab ihn auch nicht ganz gesehen.
Dazzling Niam
22.04.05 - 01:34 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 635
Mitglied seit 12.03.02
Hui! Dass muss ich jetzt ersmal setzten lassen. Der Film öffnet einem, wenn man es zuläßt echt die Augen.

Kaum zu glauben, dass die Hautdarstellerin bis jetzt noch fast nix gemacht hat. Laut Filmdienst hat Marston sie aus 800 Kandidatinnen ausgewählt. Da hat er zweifels ohne die beste Wahl getroffen.

Aber auch Marstons Regieleistung ist für einen Debutfilm ziemlich beeindruckend. Ist mir bis her selten (oder eigentlich noch nie) untergekommen, dass sich ein Regisseur bei seinem ersten Film so zurücknehmen konnte. Neorealistisch nennt man solche Filme glaub ich.

"Maria" hat es echt geschafft hinter den Platzhalter Drogenschmuggler in meinem Weltbild richtige Menschen aus Fleisch und Blut und vorallem mit Schicksalen zu zaubern.

Für mich ein Kandidat für die Top-Ten dieses Jahr, glaube nicht, dass ich mich damit, obwohl es erst April ist, zu weit aus dem Fenster lehne. Mir persöhnlich hat lediglich "Code 46" noch besser gefallen.

EbertistheBest
22.04.05 - 10:43 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ dazzling

ich hoffe auch sehr, dass wir von moreno noch viel sehen werden. dabei wäre es mir fast lieber, sie würde weiter mit solch talentierten regisseuren wie joshua marston arbeiten, als den ruf von hollywood zu folgen. aber viel mehr freue ich mich, dass Dir der film auch so zugesagt hat. höre ich da begeisterung? *g* vor allem greift der viel fast keine klischees aus diesem milieu auf, maria ist zudem alles andere als unschuldig an ihrem schicksal. für mich die perfekte ergänzung zu einem vielleicht etwas überarrangierten film wie "traffic". egrade in der schlichtheit liegt der erfolg von "maria voll der gnade". und einen platz in meinen jahrescharts hat der film ohnehin fast sicher. andernfalls müsste sich das kinojahr 2005 noch zu einer wahren sensation entwickeln.
Dazzling Niam
23.04.05 - 00:47 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 635
Mitglied seit 12.03.02
Das mit "Traffic" ist mir auch aufgefallen, die beiden Filme sind geradezu antagonal zu einander und ergänzen sich doch irgendwie.

Was das Jahr 2005 angeht, hab ich Gerüchte gehört, das David Lynch mal wieder in Erscheinung treten soll. Gibt es da mittlerweile schon mehr als Gerüchte? Und dann bin ich gespannt, was das diesjährige Fantasy Film Fest so bringt, letztes Jahr gabs immerhin "Oldboy".
movie-master
25.04.05 - 17:15 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5240
Mitglied seit 30.04.04
also dann melde ich mich mal wie angekündigt zu wort! dein kritik ebert ist einfach toll! ich habe in letzter zeit selten eine so flüssig zu lesende Kritik gelesen! Dafür erstmal ein *! Schön finde ich, dass du Lucy trotz der Spoilerwarnung überhaupt nicht erwähnst! ich glaube lucy ist neben maria die person, von der sich der zuschauer sein ganz eigenes Bild machen *muss*!
Jetzt zum Film! Da du ja schon vermutet hast, dass mir der Film gefallen wird ist es auch so gekommen! Ich bin ohne irgendein Hintergrundwissen an diesen Film rangegangen und auch die Nominierung der Hauptdarstellerin für den Oscar habe ich total vergessen. Genau deswegen war ich so überrascht von dieser großen Schauspielerleistung! Ich dachte immer nur WOW in den von dir angesprochenen engen Umgebung, wie sie das dem Zuschauer vermittelt! Ich würde glaube ich auch die 100% zücken, obwohl ich ja fast jedem zweiten Film diese Wertung verteile und es deswegen nicht mehr sooo gut dann aussieht, aber der film hat es wirklich verdient! Ich habe mitgezittert und war einfach gefesselt von der Story und der schon häufiger angesprochenen Nüchternheit der Erzählung! Einfach ganz großes Kino!

@Dazzling Niam
Ich erninnere mich auch an solch eine Szene aber ich weiß leider auch nicht von welchem Film! Kann aber auch eine Folge von "Unser Charly" gewesen sein, wo in Hühnermägen die Drogen versteckt wurden! Daran musste ich übrigens auch die ganze Zeit denken als ich Maria voll der Gnade gesehen habe!
EbertistheBest
25.04.05 - 18:35 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5852
Mitglied seit 14.12.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ mm

dank schön! also, wenn Du jedem zweiten film 100 % gibst, dann MUSS "maria" doch auch die 100 bekommen, oder ? grin

glaube auch, dass wenn man ganz unvorbereitet in den film geht, dieser nochmals um einiges beeindruckender wirkt. ich wusste zumindest um die angebliche qualität der schauspieler und auch des films. dennoch hat er mich vollends begeistert, also definitiv kein fall von zu hohen erwartungen. ich habe mit mc schon darüber diskutiert, ob und wann wir catalina moreno in einem film wiedersehen. leider steht auch bei der imdb von neuen projekten noch nichts. was für eine enttäuschung!

"maria voll der gnade" ist das beste beispiel dafür, wie man aus einer kleinen geschichte die größte wirkung erzielen kann. gerade wenn man auf eine überinszenierung verzichtet und stattdessen einen eher nüchternen blickwinkel einnimmt.
Dazzling Niam
26.04.05 - 01:06 Uhr
Status: Kritiker
geschrieben: 635
Mitglied seit 12.03.02
@ movie-master

Des waren zwei kaputte Typen, in einem versifften Motelzimmer. Denen ihre Drogenpäckchen waren bunt im Gegensatz zu denen in "Maria". Und in ihrem Nachbarzimmer ware zwei drogensüchtige Aushilfsprostituierte. Ein von den Drogenschmugglern ist dann krank geworden als ihm ein Päckchen im Magen aufgegangen ist.
timo.benz
26.04.05 - 22:46 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 6631
Mitglied seit 20.01.03
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ebert

So, werde nun morgen (MI) auch endlich dazu kommen MARIA anzuschauen. Grade auch wegen deiner Kritik läuft mir das Wasser schon im Mund zusammen. Melde mich dann auch sofort zu Wort. Bis dann!
wink
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