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AUTOR BEITRAG
THEMA: mein Film
893 mal gelesen - 1 mal empfohlen
A.Montana
Filmkritik:
Empfohlen: Filmkritik wurde 1 mal empfohlen.
27.08.2004 22:21 Uhr
Status: Meinungsmacher
geschrieben: 347
Mitglied seit 19.08.2004
Schade,das in diesem Thread so wenig diskutiert wird.

Es liegt bestimmt daran das sich alle einig sind über dieses Meisterwerk.

Mir liegt es jedenfalls am Herzen über einen meiner Lieblingsfilme zu schreiben.


Die Rolle des William Foster hätte niemand besser rüberbringen können als Michael Douglas,oder ich.
Hier gibt es mehrere Happy Ends während des ganzen Films verteilt,und immer wieder finden wir uns in der Rolle des William Foster und entdecken Gemeinsamkeiten.Man muß diesen Mann lieben,weil er etwas für uns macht!!!

Er handelt so,wie einige von uns gerne sein würden,es aber niemals wagen würden.
Er gibt uns das Gefühl normal zu sein,in einer Welt voller Geldgier,Menschenverachtung und der totalen Verarschung an uns selbst,und zeigt uns wie krank wir eigentlich sind,weil wir so etwas zulassen,jeden Tag.

Der Unterhaltungswert von "Falling Down" liegt in der befriedigung,mit anzusehen wie jemand Handlungen ausübt die wir nur denken,und das wiederum bringt uns ein breites Lächeln ins Gesicht.Das ganze getragen von Sozialkritik,hat allerdings einen bitteren Beigeschmack und das nimmt uns das Grinsen wieder.
Um uns dann aber wieder auf die nächste Aktion freuen zu lassen (einfach genial).

Der Film läst uns aber auch noch an anderen tragischen Ereignissen teilhaben ohne dabei seine Ironie zu verlieren.Auf die sogenannte Nebengeschichte möchte ich hier aber nicht eingehen.

Ein Film von einem Mann,der einen Tag durch die Hölle geht und indem die glühende Lava unaufhaltsam näher kommt bis zum bitteren Ende,und in jeder Situation läßt uns der Film Symphatie spühren.Denn die Person kommt uns eventuell sehr bekannt vor.

Das William Foster in der Vergangenheit Fehler gemacht hat und vielleicht doch gar nicht so normal ist,wird schnell vergessen.Denn alles was zählt sind die Abdreher die im Laufe des Film immer größere Wellen schlagen und einfach sooo gut tun.


PS:

Wenn ich Nachts im Bett liege und eine Mücke an meinem Ohr vorbeisurrt werde ich zu William Foster.
Istari
28.08.04 - 00:12 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 2570
Mitglied seit 06.03.02
Hallo Montana, Willkommen in der Community!

Es freut mich, etwas über "Falling Down" zu lesen, den ich ebenso wie du sehr schätze. Der Reiz an dem Film ist, dass man als Zuschauer einfach nur über William Foster alias Michael Douglas und seine Aktionen staunen kann. Auf der einen Seite ist der Gedanke, dass solche Taten sicher nicht im Sinne einer Demokratie sind und somit nicht nachvollziehbar. Auf der anderen Seite kann man Foster aber auch nachvollziehen und "leidet" mit ihm. Ich denke jeder war in seinem Leben schon einmal so weit, dass er kurz vorm Durchdrehen war - somit ist der Film gleich doppelt so interessant. =)
Auf jeden Fall einer der besten Filme Schumachers, wenn nicht sogar der beste.
movie-master
28.08.04 - 09:46 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5240
Mitglied seit 30.04.04
ich will mich hier auch mal zu wort kommen lssen. also ich freue mich, dass endlich mal wieder eine kritik zu falling down geschrieben wurde. ich kann euch beiden eigentlich auch nur zustimmen,ich habe selbst mal eine kritik zu dem film angefangen, bin aber nie wirklich dazu gekommen, sie zu beenden! naja, also deine kritik kann ich nachvollziehen, aber ich selbst würde nur 90% geben, denn als so großen kinohit finde ich ihn nicht. ansonsten ist es eine schöne kritik!
A.Montana
28.08.04 - 17:44 Uhr
Status: Meinungsmacher
geschrieben: 347
Mitglied seit 19.08.04
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
Vielen Dank euch beiden.
Da ihr mir ja kein contra bietet kann ich auch nicht gegenargumentieren.Auch nicht schlecht.
Vielleicht doch etwas an MOVIE-MASTER:

Schreib doch mal deine Kritik zu Ende,würde ich gerne mal lesen.
A.Montana
28.08.04 - 17:57 Uhr
Status: Meinungsmacher
geschrieben: 347
Mitglied seit 19.08.04
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@ ISTARI

Ich hab doch noch etwas.

Ich kann über Foster nicht staunen,denn für mich gibt es nur die Seite,die ich voll nachvollziehen kann.Die demokratische Seite,die du ansprichst,gibt es schon lange nicht mehr.Sie wurde ganz heimlich von dem Kapitalissmus abgelöst und hat aus uns blinde Konsumjunkies gemacht die über alles hinwegsehen weil sie zu bequem geworden sind.

Die kranken,sind vielleicht die normalen,so wie Foster.
movie-master
28.08.04 - 17:57 Uhr
Status: Citizen Kane
geschrieben: 5240
Mitglied seit 30.04.04
ich werde es demnächst mal beenden!
John Shooter
28.08.04 - 18:36 Uhr
Status: Insider
geschrieben: 3279
Mitglied seit 13.06.04
Schöne Kritik, Montana. Sehe den Film nicht ganz bei 100 %, war aber schon klasse. Liegt wohl daran, dass Michael Douglas nicht gerade zu meinen Favs gehört. 90 % gäbe es von mir aber auch.
Istari
29.08.04 - 13:19 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 2570
Mitglied seit 06.03.02
@Montana
Nun, teilweise kann ich deiner Sicht zustimmen. Allerdings kann ich ein solches Verhalten, also das von Foster, noch lange nicht als "normal" bezeichnen.
Sicher, die meisten Leute lassen sich zu viel gefallen, manche von ihnen kann man schon als Marionetten der Gesellschaft bezeichnen.
Aber alleine die Vorstellung, dass sich jeder diese Freiheit Fosters nehmen würde und machen würde, nach was es ihm ist, bringt mich doch sehr ins Grübeln und erinnert mich stark an Anfänge einer Anarchie.
A.Montana
30.08.04 - 09:10 Uhr
Status: Meinungsmacher
geschrieben: 347
Mitglied seit 19.08.04
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
@Istari

Ich meinte ja auch nur "vielleicht".Das sollte ein Gedankenanstoß sein.

Natürlich bin ich deiner Meinung das nicht jeder machen sollte was er will,aber ich sage dir trotzdem:

Ist der Lemming,der aus der Reihe geht und nicht in den Absturz fällt,so wie die anderen,und dabei müßte er sich wehren um sicher an sein Ziel zu kommen,der kranke oder nicht?
Istari
30.08.04 - 15:30 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 2570
Mitglied seit 06.03.02
Aber darum geht es mir doch gar nicht, Montana. Natürlich soll man seine eigenen Ziele verfolgen, sich nicht alles gefallen lassen oder nur die Meinung der Mehrheit vertreten. Solange man sich dagegen mit üblichen Mitteln wehrt ist das in Ordnung. Aber sobald man wie Foster zu Waffen greift und/oder das Leben seiner Mitmenschen aufs Spiel setzt, ist das für mich nicht mehr "normal".
ich weiß, dass du mit deinem Beispiel das nicht verteidigen wolltest und es dir eher ums Prinzip geht. Wie schon gesagt: teilweise teile ich deine Meinung, aber eben mit den erwähnten Einschränkungen.
A.Montana
31.08.04 - 21:06 Uhr
Status: Meinungsmacher
geschrieben: 347
Mitglied seit 19.08.04
E-Mail-Verfolgung eingeschaltet
Ich glaube wir meinen das gleiche,obwohl ich etwas krasser denke weil ich politisch Meinungen vertrete die ich hier nicht ausdiskutieren möchte.
Istari
01.09.04 - 21:04 Uhr
Status: Filmexperte
geschrieben: 2570
Mitglied seit 06.03.02
Okay, belassen wir es dabei.
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